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Hannover 96 Neuer Vertrag als Weihnachtsgeschenk für Rausch?
Sportbuzzer Hannover 96 Neuer Vertrag als Weihnachtsgeschenk für Rausch?
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13:37 09.12.2009
NIKOLAUS RAUSCH: Der junge Profi hockte sich am Dienstag zu seinen noch jüngeren Fans aufs Sofa in der MHH-Kids-Arena und schrieb später Autogramme. Quelle: Petrow
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VON DIRK TIETENBERG

HANNOVER. „Wie oft trainieren Sie?“ „Jeden Tag“, antwortete Konstantin Rausch am Dienstag den Kindern in der MHH, „an einem Tag der Woche zweimal.“ So oft? Da staunen die 30 jungen Patienten im 96-Fanzimmer der Kinderklinik. Für den 19-Jährigen ist das normal, der Fußball seit anderthalb Jahren sein Beruf. Noch vor Weihnachten soll sich entscheiden, ob Rausch weiter für 96 arbeitet. „Hannover ist mein erster Ansprechpartner“, verrät er der NP.

Er spricht nicht gern über den bevorstehenden Gehaltspoker mit Sportdirektor Jörg Schmadtke. „Das macht mein Berater“, sagt er. Alexander Schütt, der auch Miroslav Klose vertritt, soll die Verlängerung des Vertrages aushandeln, der im Sommer 2010 endet.

„Ich bin immer noch 19, das wird meiner Perspektive gut tun“, vermutet Rausch. Seine Vorgabe: Noch mindestens zwei Jahre will er bleiben. „Theo Zwanziger hat es ja gesagt, Fußball ist nicht alles“, meint Rausch. „Ich habe keine Freundin zurzeit, aber Familie und Freunde sind mir sehr wichtig.“ Und die wohnen in oder bei Hannover.

Man merkts ihm an: Er mag nicht wechseln. Dazu rät ihm auch 96-Chef Kind: „Ich erwarte auch einen gewissen Realismus von den Beratern. Sie müssen wissen, wo sich ein Spieler gut entwickeln kann.“ So weit der Plan, wenn kein anderer Verein dazwischen funkt. Kind weiß:„Wenn andere Klubs ins Spiel kommen, wirds schwierig.“ Und teurer.

Linke Verteidiger wie Rausch sind in der Bundesliga gefragt: schnell, jung, zweikampfstark ist er, mit Luft nach oben in der Offensive. Hoffenheim hat das Interesse zwar bereits dementiert, aber die Schalker suchen nach einem wie ihn.

Schalkes Trainer Felix Magath soll sich angeboten haben, Rausch weiter auszubilden. „Dass dort Interesse besteht, weiß ich“, meint Rausch. „Die finanziellen Möglichkeiten sind andere. Aber darum gehts nicht. Es geht darum, dass alles passt. Ein paar Tausend Euro mehr bringen mir gar nichts.“

Sein Gehalt bei 96 sollte sich aber doch um mehr als nur „ein paar Tausend“ verbessern. In seinem ersten Profivertrag gab er sich mit 120 000 Euro zufrieden. „Er wird deutlich mehr verdienen“, kündigt 96-Chef Kind an. „Wir haben uns geoutet, er weiß, dass wir ihn behalten wollen.“ Eine halbe Million pro Saison dürfte das 96 schon wert sein.

Mit der Erfahrung von 40 Bundesligaspielen mischt sich schon etwas Reife in die Auftritte des 19-Jährigen. Den Kindern in der MHH riet er: „In der Mannschaft verstehen wir uns nach dem Tod von Robert Enke noch besser als vorher. Wir gehen alle ein bisschen freundlicher miteinander um, das solltet ihr auch tun.“

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