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Hannover 96 Neu-96er Stindl auf Hannover-Entdeckungstour
Sportbuzzer Hannover 96 Neu-96er Stindl auf Hannover-Entdeckungstour
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23:41 13.07.2010
Im Zoo: Neu-96er Lars Stindl. Quelle: Petrow
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HANNOVER. Zielgenau wirft Lars Stindl einen kleinen Fisch über den tiefen Wassergraben rüber zum Felsen – fast direkt ins Maul des Eisbären Sprinter, der zehn Meter weiter seine Schnauze in die Luft reckt. Doch Sprinter aus Amsterdam, benannt nach einem holländischen Schnellzug, ist bei dem warmen Wetter ein bisschen träge. Von dem 350-Kilo-Koloss im Zoo Hannover ist Stindl trotzdem beeindruckt. „Hier war ich nicht zum letzten Mal“, sagt der 96-Jungprofi gestern bei seiner Entdeckertour mit der NP.

In der Landeshauptstadt gefällts ihm. „Es gibt viele schöne Flecken, in der Innenstadt das eine oder andere tolle Café“, sagt er. Der badische Akzent klingt dabei nur schwach durch. „Ich gebe mir Mühe“, sagt der 21-Jährige grinsend. Aus der 20.000-Einwohner-Stadt Waghäusel 40 Kilometer nördlich von Karlsruhe ist er nach Hannover übergesiedelt, weg von Freunden und Verwandten. „Nach zehn Jahren beim KSC war es einfach an der Zeit für mich“, meint Stindl.

„Vom Team bin ich gut aufgenommen worden“, sagt er nach seinen ersten zweieinhalb Wochen bei 96. Gut versteht er sich auch mit dem früheren Oberhausener Moritz Stoppelkamp (23), mit dem er zurzeit noch im Sheraton an der Podbi wohnt. Mit Freundin Tanita (20) wird er nur ein paar Kilometer weiter in Kürze die gemeinsame Wohnung einrichten. „Nach dem Trainingslager“, sagt er.

Gestern musste Stindl das Vormittagstraining nach 40 Minuten abbrechen. „Leicht umgeknickt, ich hoffe, morgen gehts wieder“, sagt er. Nach dem Röntgen im Friederikenstift gibt er Entwarnung: „Nichts Schlimmes.“ In den ersten beiden Testspielen gegen Wisla Krakau und den FC Grone präsentierte sich Stindl als Alternative zentral vor der Abwehr. 96-Trainer Mirko Slomka: „Für außen fehlt ihm etwas die Schnelligkeit. Im Zentrum, vielleicht sogar auch als Zehner, sehe ich ihn mit seinem guten Blick für die Situation und seiner Passgenauigkeit am stärksten.“

Eigenschaften, die er nicht nur beim Eisbärenfüttern zeigt. Zielgenau platzierte er die Bälle im Sommerurlaub mit Freunden in der Dominikanischen Republik – beim Beachvolleyball. Sich richtig zu bewegen hat er gelernt, vor zwei Jahren baute er sein Sport-Abitur. Mit 1,80 Metern und 75 Kilo muss Stindl weniger an Technik und Taktik, sondern vor allem an Kraft und Schnelligkeit zulegen. Da kann er sich von Sprinter, der es auf bis zu 30 Kilometer pro Stunde bringt, noch was abgucken. thl

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