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Hannover 96 96-Mitgliederversammlung: Hier der Live-Ticker
Sportbuzzer Hannover 96 96-Mitgliederversammlung: Hier der Live-Ticker
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00:02 27.04.2016
Quelle: Tietenberg
Hannover

23.50 Uhr: Und Schluss - Kind wirkt erleichtert: "Wir werden konstruktiv zusammenarbeiten. Wir haben drei Jahre Planungssicherheit. In den drei Jahren werden alle wichtigen Entscheidungen bei Hannover 96 getroffen." Kind wirkt erleichtert. Und ich auch. Alles Gute zum Geburtstag, Schatzschneider. Ganz vergessen. Gute Nacht.

23.32 Uhr: Ergebnis: Schmidt (410), Beck (399), Von Lintel (382), Kramer (378), Nestler (366), Elvers (358), Hüttl (187), Kiaman (355), Biskewitz (356).

23.27 Uhr: Schmidt, Beck, von Lintel, Kramer, Nestler im Aufsichtsrat. Heißt für Kind: Mehrheit!

23.26 Uhr: Zwei Oppositionelle, keine Mehrheit. Weiter mit Martin Kind.

23.12 Uhr: Man bitte alle um Geduld. Der Kollege wippt schon unruhig hin und her. Noch keine Ergebnisse.

22.59 Uhr: Viel Getuschel. Schaffen es Kinds Gegner mit der Mehrheit in den Aufsichtsrat? Rolf Gehrcke spricht gerade über die Vergangenheit. Aber hier geht's um die Zukunft: bleibt Kind 96-Chef? Erste Gerüchte gibt's in Richtung starke Opposition. Die Folgen wären gravierend. Noch gibt's kein Ergebnis.

22.58 Uhr: Es dauert leider noch etwas. Dran bleiben!

22.26 Uhr: Jetzt geht die Wahl los. Auf zu den Volunteers. Abstimmung eröffnet.

22.19 Uhr: Jetzt sprechen die alten Aufsichtsräte. Alle treten an, kaum Applaus für von Lintel. Kiaman tritt an mit Trainernamen an: "Bitte Stendel, Cherundolo, Slomka oder Schlaudraff."

22.18 Uhr: Kandidat Nestler will Transparenz und konstruktiv zusammenarbeiten.
22.17 Uhr: Kramer möchte einen "Stärkeren Aufsichtsrat als bisher". Er bekommt den lautesten Applaus für den Satz: "Veränderung ist keine Bedrohung."

22.08 Uhr: Elvers stelle sich vor. Hüttl darf danach nur 2 Minuten reden, weil die Zeit rast. Aber er überzieht, möchte weiterreden.  Pocht auf mehr Redezeit. "Ich meine, Aufsichtsrat und die neuen Kandidaten haben Fehler gemacht. Der Kern ist nicht 50+1, der Kern ist Mitbestimmung." Es waren sechs Minuten.

22.05 Uhr: Gleich werden die Stimmtzettel abgegeben. Fünf Stimmen, neun Kandidaten. Jetzt stellen sich die Kandidaten vor. Elvers, Nestler und Kramer wollen 50+1 halten und sind damit Opposition zu Kind.

22.01 Uhr: Jetzt wird der Aufsichtsrat gewählt. Neun sind vorgeschlagen.

21.57 Uhr: Vorstand entlastet. 534 ja, 76 nein und 169 Enthaltungen. 779 Stimmberechtigte. Das klingt deutlich, aber es gibt Gegenwind für Kind.

21.57 Uhr: Vorstand entlastet. 534 ja, 76 nein und 169 Enthaltungen. 779 Stimmberechtigte. Das klingt deutlich, aber es gibt Gegenwind für Kind.

21.45 Uhr: Jetzt kommt Stimmung rein. Frage, warum Kind sich selbst die restlichen Anteile verkauft hat. Kind betont: Er war nicht mit am Verhandlungstisch. Es gibt auch Buhs für Valentin Schmidt. Die Wortmeldungen ziehen sich jetzt hin.

21.40 Uhr: Nach dem Applaus zu urteilen, wird das hier ne knappe Kiste. Kommt nachher drauf an, wie viele der anwesenden Mitglieder stimmberechtigt sind, Fördermitglieder wären es nicht.

21.31 Uhr: Warum hat Kind das ehrenamtlich gemacht? "Weil ich blöd bin. Ich weiß, was unsere Manager verdient haben, ich würde mehr arbeiten und bin vielleicht auch qualifizierter." Ups. Martin Bader ist auch hier ...

21.27 Uhr: Kind erklärt, in Augsburg funktioniert es ähnlich wie in Hannover. Mit Bayern ist 96 nicht vergleichbar. Kind erklärt nochmal, dass es beim drohenden Konkurs schwierig war, mit 50+1 Investoren zu bekommen. Bereitschaft zur Kapitalerhöhung gibts nur dann, wenn 50+1. "Sie können nicht erwarten, dass viel Geld investiert wird, wenn man nicht die Einflussmöglchkeiten hat."

21.23 Uhr: Der Wahlkampf beginnt. Jetzt geht's auch mal gegen Kind. Kritische Fragen zu 50+1 und Investoren. Kind antwortet.

21.14 Uhr: Jurgeit findet den Begriff Breitensport "scheiße", klingt so nach Rückbildungsgymnastik" und "50+1-interessieren in diesem Verein keinen. Wir sind Sportler." Er empfiehlt, alle jetzigen Aufsichtsräte wählen. Und macht noch Werbung für die Gilde.

21.10 Uhr: Ralf Jurgeit, Leichtathlet, 20 Jahre, ehrenamtlich aktiv. "Mir kommt zu kurz, dass wir ein Sportverein sind. Wir reden hier kein einzige Minute über Sport. Sinn und Zweck ist, Sport zu treiben. Mein Ziel ist es nicht, mich mit den Satzungen von Braunschweig und Bayern auseinandersetzen. Glauben Sie nicht, dass einer der drei Kandidaten mit mir geredet hätte." Klare Gegenrede zu den drei neuen Oppositionskandidaten.

21.06 Uhr: Schmidt mit starkem Wahlkampf für die Kind-Pläne. Jetzt gibt's Wortmeldungen? Oh ja!

20.58 Uhr: Der Aufsichtsrat macht jetzt Reklame für sich und verteidigt die erfolgreiche Trennung von Breitensport und Profi. Valentin Schmidt erklärt die Vorteile der Trennung: "Auf allen Jahreshauptsammlungen war das immer transparent gewesen. Bei uns sind es verantwortungsbewusste Investoren aus der Region, keine Dax-Unternehmen."

20.39 Uhr: Zahlen, Zahlen, Zahlen vom Wirtschaftsprüfer. Lustig, jetzt wirds ein bisschen wuseliger in Richtung Catering.

20.32 Uhr: "Es wird heute eine Diskussion darüber geben. Ich empfehle, dass Sie den jetzigen Aufsichtsrat bestätigen. Ich bitte um Ihr Vertrauen." Applaus. Kind ist fertig, mit seiner Rede.

20.26 Uhr: Erstaunlich wenig Run aufs Bier. Mitglieder lauschen Kinds Ausführungen zu 50+1. "Ich nenne es das Zweisäulenmodell. Den Mutterverein und den Profisport. Im Grundlagenvertrag ist das geregelt. Ich glaube, dass 50+1 keine gute Regel ist. Es gibt keine Alternative." Kind erzählt, er hätte Investoren nicht überzeugen können mit 50+1.
Das macht jetzt aber durstig ...

20.23 Uhr: Kind rechnet auch bei Lizensierung mit 15 Mio Verlust. "Das können wir durch Spielerverkäufe kompensieren, Zieler, Kiyotake, Hoffmann." 18 Millionen Investition ins NLZ.

20.22 Uhr: Übrigens: Das Spiel gegen Schalke am Wochenende ist ausverkauft.

20.18 Uhr: Kind über die Bundesliga: "Der Abstieg tut weh. Wir haben Fehler gemacht. Der Abstieg darf nicht zu Depression führen. Das würde lähmen. Ziel wird es sein, den Wiederaufstieg sofort zu erreichen." Dafür gibts Applaus.

20.10 Uhr: Kind: Vereinszentrum Stammestraße. Es gibt Probleme: "Auf Hochdeutsch: Bomben. Das ist unerfreulich. Mindestens vier, wenn nicht sogar mehr. Bis zu neun Meter müssen ausgeschachtet werden. Diese Kosten übernimmt die Stadt. Es werden 10 Millionen Euro brutto investiert. 5-6 Millionen davon sind Eigenkapital. Das Delta werden wir durch Banken finanzieren. Bei Überschüssen können wir die Tilgung relativ schnell durchführen."

20.03 Uhr: Martin Kind: "Stefan Mertesacker macht nen prima Job, aber Ihr Sohn verdient mehr Geld als Sie."  Kind hat durchaus Unterhalter-Qualitäten.

19.58 Uhr: Kind lobt die "Traditions-Marke Hannover 96". Auch neu. Kind konzentriert sich sehr deutlich auf den Breitensport. 1000 neue Mitglieder bei Fit&Kids.

19.50 Uhr: Jetzt spricht Martin Kind. Er sagt erwartungsgemäß: "Wir haben einen Super-Aufsichtsrat."

19.47 Uhr: 70 Jahre Mitglied bei 96. 1954 Deutscher Meister Rolf Gehrcke. Die 1000 Gäste stehen auf und klatschen für Gehrcke. Gänsehaut. "Er ist Mister 96", sagt Schmidt.

19.45 Uhr: Respekt für 60 Jahre 96. Unser Journalisten-Präsident Hans-Joachim Zwingmann, Abteilung Triathlon. "Unser Freund", weiß Schmidt.

19.38 Uhr: Jetzt Gruppenbild mit Kind für die langjährigen Mitglieder. Martin Bader ist noch nicht soooo lange bei 96, ist aber unter den Besuchern.

19.36 Uhr: Ehrung der langjährigen Mitglieder. Das zieht Schmidt jetzt "flott", aber stilistischer durch.

19.32 Uhr: Schmidt begrüßt uns: "Wir freuen uns, dass wir immer Stoff für Sie liefern."

19.28 Uhr: Lauter und langer Applaus für die U19, die im DFB-Pokalfinale steht. Die Spieler stehen jetzt vorne. Schmidt: "Kommt erfolgreich zurück aus Berlin."

19.27 Uhr: Applaus für Boss Kind, als Aufsichtsrat Schmidt ihn begrüßt: "Nur wer nichts macht, macht keine Fehler." Klatschen, wenn auch zurückhaltend.

19.19 Uhr: Es geht los. Schmidt: "Vor zwei Tagen Obama, heute 96." 1000 Gäste sind in der Glashalle.

19.10 Uhr: Aufrichtsratchef Valentin Schmidt bittet "um ein wenig Geduld, es kommen alle tröpfchenweise" wegen Üstra-Streik.

19.09 Uhr: Die Mitgliederversammlung in der Glashalle sollte um 19 Uhr starten. Es verzögert sich.  Bekommt der Aufsichtsrat heute eine Mehrheit gegen die 50+1-Pläne von Martin Kind? Der Boss berät. Alle sind sich einig. Gibt's eine Mehrheit für 3 von 5 Aufsichtsräten für den Erhalt von 50+1, wird Kind nicht mehr als Präsident antreten. Unvorstellbar vorstellbar plötzlich.

19.00 Uhr: Und darum geht's heute in Ordnungspunkt 10. Das kann dauern. Stimmberechtigte und Fördermitglieder sind da, letzte dürfen nicht abstimmen, nur Stimmung machen. Martin Kind ist seit 18.30 hier, hat sich vorher das NLZ besichtigt.

Die NP fasst die wichtigsten Fragen und Tendenzen zusammen.

Worum gehts?
Die Wahl betrifft nur den eingetragenen Verein, nicht die Profiabteilung. Fünf Aufsichtsräte werden gewählt, die bestimmen danach den Präsidenten. Kind ist Präsident des Vereins und in Personalunion Geschäftsführer der Profigesellschaft (GmbH & Co. KGaA). Mit getrennten Spitzen wie von 2005 bis 2006 machte 96 keine guten Erfahrungen. Götz von Fromberg war da Präsident des gemeinnützigen Vereins, Karl-Heinz Vehling Geschäftsführer der Profis. Es gab Reibungsverluste, das Modell scheiterte und Kind kam zurück.

Wer stimmt ab?
Die aktiven und passiven Mitglieder haben Stimmrecht – etwa 4600 Stimmberechtigte. Mitglieder unter 18 Jahren und 13 000 Fördermitglieder dürfen nicht abstimmen. Die Wahl steigt Dienstagabend (19 Uhr) im Congress-Centrum in der Glashalle.

Wer wird gewählt?
Zur Wahl steht der bisherige Aufsichtsrat mit Chef Valentin Schmidt, Michael Beck, Martin Biskowitz, Ruben Kiaman und Veronika von Lintel als Vertreterin der Fans. „Der komplette Aufsichtsrat tritt an“, sagte Schmidt der NP. Neue Kandidaten sind Ralf Nestler, Sebastian Kramer, Andreas Elvers (alle „Pro Verein 1896“) sowie Hüttl.

Wollen die Neuen Kind stürzen?
Inhaltlich stehen sie in Opposition zu Kind. Die drei Pro-Verein-Kandidaten wollen „50+1“ erhalten. Hüttl, von der Fanszene ins Rennen gebracht, würde die von Kind eingeleitete und geplante Abschaffung der 50+1-Regel mittragen. Ihm geht es vor allem um Fanthemen und den Breitensport. Die Initiative „Pro Verein“ könnte Kind stürzen, wenn alle drei Kandidaten gewählt werden – sie hätten dann die Mehrheit im Aufsichtsrat. „Das ist nicht das Ziel“, versichert Kandidat Nestler: „Es geht nicht um Putsch, sondern um Zusammenarbeit.“ Die NP sprach mit allen Pro-Verein-Kandidaten. Tenor: Das letzte Band, das den Breitensport mit der Profigesellschaft verbindet, soll nicht zerschnitten werden. „Warum lässt man nicht das letzte Band?“, fragt Elvers: „Mein Punkt ist, ich möchte den Hannoverschen Sportverein als Sportverein sichern.“ Kramer, früher Fanbeauftragter bei 96, erklärt sein Motto: „Veränderung ist Fortschritt und keine Bedrohung. Ich möchte hinterfragen, aber nicht Martin Kind entmachten.“ Mit Beispielen wie Bayern oder Dortmund wollen sie zeigen, wie Clubs Breitensport und Profigesellschaft trennen, ohne auf die 50+1-Beteiligung zu verzichten.

Macht Kind weiter?
Das hängt von den Mehrheiten im Aufsichtsrat ab. Für den Fall einer neuen Mehrheit, die gegen seine 50+1-Pläne ist, deutete der 96-Präsident intern seinen Rücktritt an. Zumindest denkbar ist, dass Kind dann nicht nur den Posten im Verein aufgeben würde, sondern sich auch aus dem Gesellschafter-Kreis zurückzieht.

Wie wirbt der aktuelle Aufsichtsrat?
Der aktuelle Aufsichtsrat steht zu Kind. „Dem e. V. geht es wirtschaftlich und sportlich so gut wie nie“, sagt der Aufsichtsratsvorsitzende Schmidt, „wir haben einen Grundlagenvertrag mit den Profis geschlossen und dadurch die Rechte des e.V gesichert. Damit kommen uns die Vorteile zugute, ohne dass uns die Risiken treffen.“ Das Stimmungsbild: Zumindest „alle Abteilungsleiter haben geäußert, dass der Aufsichtsrat so bestehen bleiben soll“, weiß Schmidt. Dann würde Kind sogar gestärkt aus der Mitgliederversammlung hervorgehen.

von Dirk Tietenberg und Andreas Willeke