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Donnerstag: Elf Tage nach der von 96 als Muskelfaserriss benannten Verletzung trainierte Martin Harnik voll mit. Im Hintergrund: Niclas Füllkrug (rechts).© Achim Sielski

Vorbereitung

Mit Harnik bei den Löwen

Kein schönes Spiel, aber Hauptsache gewonnen – und schon sieht als Vierter die Tabelle für 96 viel besser aus. „Wir wissen, wie viele Punkte der Spitzenreiter hat, da wollen wir uns rantasten“, sagt der 96-Trainer.

Hannover. Daniel Stendel weiß aber auch um die spielerischen Schwächen seiner Mannschaft: „Wir sind nicht in der Situation, dass wir das in einem Guss runterspielen.“ Doch, und das freut den Coach, „am Ende muss man gegenhalten“, das ist besser gelungen als in den Spielen zuvor.

96 stand sicherer. „Wir wollen in der ersten Reihe anfangen, intensiver die Zweikämpfe zu führen, dadurch wirds für die Defensive einfacher, weil deutlich weniger Bälle in den torgefährlichen Bereich kommen“, erklärt Stendel seinen Sicherheitsplan.

Nicht nach Plan läuft es bei 96 für Niclas Füllkrug. Der noch torlose Zwei-Millionen-Einkauf saß lange auf der Bank – das war die erste Watschn vom Trainer. Es gab aber noch eine zweite Watschn obendrauf: Füllkrug musste dann noch zuschauen, wie vor ihm das Talent Mike-Steven Bähre eingewechselt wurde. „Die Trainingseindrücke entscheiden auch“, das die dritte Watschn für den Ex-Nürnberger.

Füllkrugs Torflaute und Formschwäche sind „bitter für ihn“, sagte Kader- planer Christian Möckel: „Ihm springt jeder Ball weg, ein Tor muss er eigentlich auch machen. Es muss bei ihm im Kopf einfach klick machen, dann läuft es auch wieder. Wird schon.“

Artur Sobiech habe die „Pause auch nicht gutgetan, die Leichtigkeit ist nicht mehr so da“, sagt Möckel.

Sobiech wird in München aber in der Startelf stehen und Füllkrug auf der Bank Platz nehmen – anders als Martin Harnik, dessen Muskelfaserriss ungewöhnlich schnell verheilte. „Wichtig ist, dass er kann, gerade auch in Richtung 1860“, freut sich Stendel. Harnik wird wohl für Kenan Karaman in die Startelf rücken.

Dass der Ex-Stuttgarter immer mehr die Chefrolle übernimmt, war gestern beim Training der Ersatzspieler zu beobachten. Harnik hatte nicht gefallen, dass sein Mitspieler Florian Hübner den Ball im Trainingsspiel mit der Hand spielte, das aber nicht zugab. „Sag doch, wenn es Hand war, dann gehts weiter. Fairplay!“, schimpfte Harnik. Nach dem Rüffel lächelte der 29-Jährige. Er hatte gesagt, was zu sagen war.

Andreas Willeke und Dirk Tietenberg


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