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Hannover 96 Mille Gorgas hört bei Hannover 96 auf
Sportbuzzer Hannover 96 Mille Gorgas hört bei Hannover 96 auf
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00:23 19.06.2014
Will nicht mehr für Hannover 96 arbeiten: Mille Gorgas. Quelle: Zur Nieden/Archiv
Hannover

„Er hat uns gesagt, dass er unsere Vorstellungen nicht erfüllen kann und aufhören möchte“, bestätigte 96-Manager Dirk Dufner Montag die Trennung. „Dem haben wir entsprochen.“

Da auch Teambetreuer Thomas Westphal nach Hamburg zu seinem Förderer Mirko Slomka gewechselt ist, werden zwei Jobs im direkten Umfeld der 96-Mannschaft frei.

Dufner und Trainer Tayfun Korkut hatten mit Gorgas bereits vor seinem zweiwöchigen Urlaub gesprochen (NP berichtete). „Wir hatten ihm Bedenkzeit gegeben, nachdem er uns gesagt hatte, dass er nicht mehr weitermachen möchte“, erklärt Dufner. Montag war Mille Gorgas zurück, das Ergebnis des neuen Gesprächs mit Dufner und Korkut war das des alten. „Er will nicht so viel arbeiten“, berichtet der Manager.

Gorgas hatte den Trainer verärgert, weil er den 96-Test in Nordhorn am 15. Mai geschwänzt hatte, um sich das Relegationsspiel seines Ex-Trainers Mirko Slomka mit dem HSV gegen Greuther Fürth anzuschauen. „Wir brauchen einen Zeugwart, der nebenbei Spiele anschaut, und keinen, der Spiele anschaut und nebenbei Zeugwart ist“, erläuterte Dufner.

Mille begann 1998 als Zeugwart bei seiner großen Liebe 96. Gorgas nahm sich zwar manchmal wichtiger, als er tatsächlich war. Bei Aufstiegs- und Nichtabstiegsfeiern stand er meist in der ersten Reihe. Andererseits war er aber eine treue Seele, einer, der irgendwie dazugehört. 16 Jahre begleitete Gorgas die Mannschaft. Von der zweiten Liga bis in die Europa League - Mille war immer dabei. Nicht in verantwortungsvoller und entscheidender Position wie 96-Chef Martin Kind, aber trotzdem als Mann für alle Fälle.

„Es wird einen sauberen Übergang geben“, kündigt Dufner an. Was sonst, bei einem, der Kleidung und Schuhe pflegt. Wenn jetzt die neue 96-Ausrüstung kommt, wird Gorgas (40) dem Nachfolger bei der Einarbeitung helfen. „So lange steht er in Lohn und Brot“, weiß Dufner.

96 bietet jetzt also zwei Jobs an. Das ist ein Umbruch auch im Team rund ums Team. „Jeder Umbruch ist auch eine Chance“, meint der Manager. „Aber das war von uns nicht so gewollt.“ Für die Teambetreuer-Stelle „haben wir wahnsinnig viele Bewerbungen“, weiß der Manager. „Vom Doktor über den Versicherunskaufmann bis zum Metzgermeister ist alles dabei.“ Dufner hat „bereits die ersten Gespräche geführt, wir werden uns bald entscheiden“.

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