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Hannover 96 Huszti - der Druckmacher
Sportbuzzer Hannover 96 Huszti - der Druckmacher
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06:16 27.07.2012
ENERGISCH: Huszti knöpfte gleich Steven Cherundolo den Ball ab. Quelle: Ulrich zur Nieden
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Bad Waltersdorf

Seine erste Aktion: Er luchste ausgerechnet seinem Zimmernachbarn und gutem Freund Steven Cherundolo den Ball ab. Die erste Duftmarke war gesetzt.

Huszti macht bei 96 sofort den Hansdampf - und seinem Konkurrenten auf dem linken Flügel Beine. Der heißt Konstantin Rausch, hofft noch immer auf eine Verlängerung seines 2013 auslaufenden Vertrages und steht ab sofort mehr denn je unter Druck. Husztis Freistöße - einer mit Gefühl, einer mit Kraft - waren zwar nicht drin, sahen aber vielversprechend aus. Wie die anderen Aktionen auch.

Bei knapp 30 Grad begann der Rückkehrer als Einziger mit langem Shirt, tauschte es jedoch schnell gegen ein kurzes. Für 96 krempelt der Ungar die Ärmel hoch. Schon am 2. August im Quali-Spiel in Irland oder Bosnien in der Startelf zu stehen, ist sein Ziel: „Ja, klar“, sagt er. Lange Anlaufzeit? Braucht der 29-Jährige nicht. Angekommen ist er, jetzt will er durchstarten.

Viel Druck aber auch für Huszti: Dass er in seiner ersten Zeit bei 96 (2006 bis 2009) starke Leistungen ablieferte, macht die Sache für ihn jetzt nicht einfacher. Er wisse, dass die Erwartungshaltung hoch sei: „Aber ich vertraue mir.“ Es sei „gut, dass ich hier noch so viele Leute kenne, das erleichtert vieles“, sagt er in bestens verständlichem Deutsch. Bei der Sprache ist er ebenfalls ehrgeizig: „Viele Wörter habe ich vergessen und will sie schnell wieder lernen.“

Mit Russisch war das anders. Diese Sprache wollte er nie beherrschen. Auch sonst vermittelt der Ungar den Eindruck, als habe er sich in St. Petersburg nicht sonderlich wohl gefühlt - die Rückkehr nach Hannover sei hingegen „so wie nach Hause kommen“. Damals wohnte er in Kirchrode, vielleicht zieht er da jetzt wieder hin.

Seine Zeit bei Zenit will er nicht als Fehler bezeichnen: „Ich hatte 2009 die einmalige Chance, zu einem internationalen Spitzenteam zu gehen.“ St. Petersburg hatte 2008 den UEFA-Cup und den europäischen Supercup gewonnen. „Dieses Niveau war damals mit 96 einfach nicht möglich“, sagt Huszti. Der Ruf als Söldner tat ihm weh. Ein Wechsel aus Geldgier? Dass der Rubel rollte, sei nicht ausschlaggebend für seine Entscheidung gewesen: „Ich habe nicht gepokert, sondern mich für einen Klub mit einer herausragenden Perspektive entschieden.“ Die hat er nun.

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