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Hannover 96 Hannovers Bollwerk-Taktik geglückt: 0:0 beim HSV
Sportbuzzer Hannover 96 Hannovers Bollwerk-Taktik geglückt: 0:0 beim HSV
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19:27 04.04.2010
Zeigt Einsatz: Jiri Stajner Quelle: apn

Im 44. Nord-Derby stach Hannover die Hanseaten am Sonntag mit grundsolider Taktik aus. Der HSV konnte in der Fußball-Bundesliga erneut nicht überzeugen und musste beim 0:0 einen Rückschlag für seine Europapokal-Ambitionen hinnehmen. Bei nun drei Punkten Rückstand auf Platz fünf und einem Trio aus Stuttgart, Frankfurt und Wolfsburg im Nacken setzte sich der Abwärtstrend der Hamburger auch vor dem Viertelfinal-Rückspiel in der Europa League bei Standard Lüttich am Donnerstag fort.

Hannover 96 zeigte sich nach einem Trainingslager vor 57 000 Zuschauern deutlich formverbessert und hat als Vorletzter bei 24 Punkten noch einen Zähler Rückstand auf den Relegationsplatz. Auch in Unterzahl nach der Gelb-Roten Karte für Jiri Stajner (59.) ließ sich Hannover nicht aus dem Konzept bringen. Erstmals im Jahr 2010 blieb die schlechteste Bundesliga-Abwehr ohne Gegentreffer.

Der Schwede Marcus Berg durfte beim HSV für den angeschlagenen Mladen Petric ran und prüfte 96-Schlussmann Florian Fromlowitz in der 6. Minute mit einem Kopfball. Nach einer guten Viertelstunde bedenklichen Leerlaufs war Fromlowitz bei einem Berg-Schuss (23.) erneut wachsam. Kurz darauf hätte der Schlussmann bei einem Lattenkracher von Dennis Aogo (26.) keine Chance gehabt. Die kurze HSV-Drangphase überstandHannover unbeschadet.

Die Niedersachsen wirkten nach ihrem Fünf-Tage-Trip ins Karl-May- Städtchen Bad Segeberg deutlich selbstbewusster als beim desaströsen 1:4 gegen Köln in der Vorwoche. Einzige Chance des ersten Durchgangs war ein Konter über Jiri Stajner und Manuel Schmiedbach (36.), der den Vorzug vor Jan Schlaudraff erhalten hatte. Jerome Boateng und Zé Roberto konnten Ungemach für das HSV-Tor mit vereinten Kräften verhindern.

Den Fans reichte nicht was die HSV-Profis gegen das robuste 96- Bollwerk im ersten Abschnitt boten. Pfiffe begleiteten die Hanseaten in die Kabine. Genauso unerfreut reagierte der Anhang auf die Auswechslung von Ruud van Nistelrooy zum Seitenwechsel. Als Ersatzmann Paolo Guerrero (49.) im Strafraum zu Boden ging und Hannovers Mario Eggimann der Ball an den Ellenbogen sprang, forderten die Hamburger Strafstoß - Schiedsrichter Peter Sippel (München) war anderer Meinung.

Auch als Stajner wegen wiederholten Foulspiels vom Platz musste, konnte der Hamburger SV seine Überzahl nicht nutzen. Immerhin bekamen die Hamburger eine gute Lehrstunde, wie sie am kommenden Donnerstag im Rückspiel der Europa-League bei Standard Lüttich agieren könnten. Dann würde ein 0:0 zum Halbfinaleinzug reichen - und die bitter enttäuschten HSV-Fans versöhnen.

(Franko Koitzsch, dpa)

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