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Hannover 96 Hannover 96 will die Wende – Werder mit Wiese
Sportbuzzer Hannover 96 Hannover 96 will die Wende – Werder mit Wiese
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13:48 12.02.2010
Beim Training: Mirko Slomka Quelle: zur Nieden
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Slomka spricht seltener in Metaphern, forderte vor dem Nord-Derby gegen Werder Bremen (Samstag, 15.30 Uhr) jedoch im Kern dasselbe: die Trendwende. „Wir brauchen endlich Punkte“, appellierte der 42-Jährige. Hannover wartet seit zehn Bundesligaspielen auf einen Dreier. Der letzte Erfolg gelang im Oktober, als die „Roten“ in Köln durch ein 1:0 den „Geißbock“ umstießen.


In der Hinrundenpartie an der Weser, die torlos endete, überzeugte Hannover 96 durch Eigenschaften, die Slomka vor dem Rückspiel von seiner Mannschaft vehement einfordert: Disziplin und Aufmerksamkeit. „Wir müssen von Beginn an konzentriert sein, um gegen Bremen etwas zu holen“, sagte der Coach der Niedersachsen. „Die Jungs gehen im Training an ihre körperlichen Grenzen, das muss jetzt auch im Spiel passieren - bei allen.“ Zumindest bei allen Profis, die dem Trainer zur Verfügung stehen. Neben den Langzeitverletzten fehlen Samstag Kapitän Arnold Bruggink, Hanno Balitsch, Karim Haggui und Valdet Rama.

Um im Nord-Derby die Wende zu schaffen, setzt Slomka auf die Stärke seines zentralen Mittelfelds um die ehemaligen Werderaner Christian Schulz und Leon Andreasen sowie Zugang Elson. Die brasilianische Leihgabe aus Stuttgart steht wie der ivorische Angreifer Koné vor dem Heimdebüt. Dass die Elf von Trainer Thomas Schaaf sich zuletzt stabilisiert hat, trübt die Aussichten der abstiegsbedrohten Hannoveraner. „Werder ist eine dominant auftretende Mannschaft, die durch große individuelle Klasse - vor allem im Spiel nach vorne mit Mesut Özil, Marko Marin und Claudio Pizarro - besticht und in den offensiven Halbräumen sehr aktiv auftritt“, analysierte Slomka und gab die Marschroute für sein Team aus: „Wir müssen versuchen, Bremen in der Defensive unter Druck zu setzen und mögliche Fehler der hochstehenden Viererkette ausnutzen.“

Werders Trainer will der prekären Lage des Nordrivalen keine allzu große Bedeutung beimessen: „Für uns ist es nicht wichtig, ob sie geschwächt sind und welche Position sie einnehmen“, sagte Schaaf gewohnt abgeklärt. Dass Hannover 96 auch mit dem dritten Trainer der laufenden Saison weiter verliert, interessiert ihn nicht. „Für uns ist nicht entscheidend, was mit der anderen Mannschaft ist“, sagte der 48-jährige Coach „Wir müssen auf unsere eigene Leistung schauen.“ Die hat in den vergangen Partien gegen Hertha BSC und Hoffenheim für Siege gereicht, so dass an der Weser neue Zuversicht eingekehrt ist. „Wir müssen nun wieder zur absoluten Sicherheit zurückkehren, zu dem temporeichen Spiel wiederfinden, das uns auszeichnet“, forderte Schaaf von seiner Mannschaft.

Hannover gegen Bremen, das ist am Samstag auch das Duell der ehemaligen Gerry-Ehrmann-Schüler aus der Torwart-Talentschmiede des 1. FC Kaiserslautern: Florian Fromlowitz und Tim Wiese. Letzterer steht nach Rückenproblemen voraussichtlich wieder im Werder-Tor. „Wenn alles gut geht, stehe ich Samstag auf dem Platz“, teilte der Nationalkeeper mit. Auch Schaaf sah Fortschritte bei Wieses Genesung. „Der Zustand hat sich deutlich gebessert. Man sieht, dass die Behandlung gut angeschlagen hat.“

(Florian Pfitzner, dpa)

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