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Hannover 96 Hannover 96 will Dortmunds Spielmacher Hajnal
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21:26 22.08.2010
Tamas Hajnal weiß, wie man Tore in der AWD-Arena schießt - 2008 war er mit dem Karlsruher SC bei Hannover 96 erfolgreich.
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Von Andreas Willeke

Hannover. 96 wollte sowieso noch einen Spieler verpflichten – nun könnten es sogar noch zwei werden. Zeit bleibt bis zum 31. August. „Wir werden über alles noch mal reden“, kündigt 96-Chef Martin Kind an. „Über alle Positionen, die gesamte Mannschaft. Leon Andreasen ist ja auch noch verletzt.“ Das defensive Mittelfeld gilt als Schwachstelle im 96-Aufgebot. Neben Andreasen ist mit Altin Lala ein weiterer Sechser dauerverletzt.

Der Kreuzbandriss von Carlitos macht einen weiteren Transfer nahezu zur Pflichtaufgabe. Carlitos kam ablösefrei aus Basel. Das Gehalt wird nach sechs Wochen von der Berufsgenossenschaft gezahlt.

96 wird also den Kader noch verstärken. „Ich bin vorbereitet“, sagt der Sportdirektor. Jörg Schmadtke könnte sofort loslegen. „Unsere Scouting-Abteilung hat den Markt im Blick.“

Gestern Abend war Schmadtke bereits beim Spiel der Leverkusener in Dortmund. Bayer ist nächster 96-Heimgegner, aber es gibt einen weiteren Grund für den Besuch: 96 plant eine Ausleihe von Tamas Hajnal. „Ja, er ist einer der möglichen Kandidaten“, bestätigt Kind. „Hajnal steht bei uns auf der Liste.“ In den Planungen von Borussen-Trainer Jürgen Klopp kommt Hajnal nicht mehr vor. „Er will spielen“, weiß Kind.

Der Ungar war vor zwei Jahren aus Karlsruhe nach Dortmund gewechselt, saß gestern erstmals auf der Bank – zuvor war er nicht mal im Kader. Hajnal wäre der Zehner, den 96 schon länger sucht.

Dass erst ein Spieler abgegeben werden muss, bevor ein neuer kommen darf, gilt jetzt auch nicht mehr. „Er wäre sinnvoll, ist aber nicht zwingend erforderlich“, sagt Kind nun.

Vor allem aus dem Offensiv-Trio Mike Hanke, Mikael Forssell und Jan Schlaudraff will 96 Spieler loswerden. Forssell hat sogar schon ein Angebot von Rapid Wien. „Es sieht aber so aus, als wenn er seinen Vertrag bei uns erfüllen will“, sagt der 96-Chef.

Der Vertrag gilt bis zum Ende dieser Saison. Österreich scheint Forssell nicht zu reizen. Für Kind ist der Stürmer jedoch ein „guter Typ“. Denkbar, dass es in den nächsten Tagen doch noch zum Wechsel nach Wien kommt. Möglicherweise muss 96 nachhelfen – mit einer Abfindung oder Gehaltszuzahlungen.

Auch Mike Hanke weiß, dass er gehen kann. Zielgebiet für den Stürmer wäre etwa Schottland. Durchaus möglich, dass Hanke 96 verlässt.

Bleibt Schlaudraff. „Der Markt entscheidet“, meint Kind nur. Offenbar gibt es keinen Markt für den Ex-Nationalspieler. Schlaudraff ist aus finanzieller Sicht das größte 96-Problem, weil er am meisten verdient. Und das noch bis Juni 2012. „Wir werden die Verträge erfüllen“, sagt Kind. Schlaudraff stand gegen Frankfurt nicht mal im Kader. „Jeder hat die Chance, sich im Training wieder zurückzukämpfen“, meint Trainer Mirko Slomka.

Schlaudraff hatte aber schon so viele Chancen in seiner 96-Zeit, die wenigsten hat er genutzt. Das hohe Gehalt hält Schlaudraff in Hannover – dass er 96 verlässt, ist unwahrscheinlich. Eher werden Hanke oder Forssell einen neuen Verein finden.

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