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Hannover 96 Hannover 96 trennt sich von Bergmann - kommt Slomka?
Sportbuzzer Hannover 96 Hannover 96 trennt sich von Bergmann - kommt Slomka?
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11:45 19.01.2010
Beurlaubt: Andreas Bergmann von Hannover 96. Quelle: lni

Hannover. Nach sieben Pflichtspielen ohne Sieg und dem Abrutschen auf den Relegationsplatz hat Hannover 96 am Dienstagmorgen Trainer Andreas Bergmann beurlaubt. „Wir werden versuchen, kurzfristig eine Nachfolgelösung zu präsentieren“, sagte 96-Sportdirektor Jörg Schmadtke: „Nach drei Niederlagen hintereinander und einer Negativ-Serie von mittlerweile sieben Spielen ohne Sieg hatten die Verantwortlichen von Hannover 96 nicht mehr das Gefühl, dass Andreas Bergmann der Mannschaft die nötigen Impulse für den Verbleib in der Bundesliga geben kann.“

Bergmann hatte das Team der Niedersachsen erst im vergangenen August vom heutigen Nürnberger Coach Dieter Hecking übernommen. In 16 Spielen unter der Regie des 50-Jährigen holte Hannover aber nur vier Siege. Am vergangenen Samstag hatte es eine peinliche 0:3-Heimniederlage gegen den Tabellenletzten Hertha BSC Berlin gegeben.

Hannover 96 hat seit dem Wiederaufstieg 2002 sechs Trainer verschlissen. Ein Rückblick in Bildern.

Favorit auf die Nachfolge Bergmanns ist angeblich Mirko Slomka, mit dem sich Schmadtke bereits am Dienstag treffen wollte. „Wir werden Namen nicht kommentieren“, sagte der 96-Manager auf SID-Anfrage: „Es gibt zwei, drei Kandidaten. Wir suchen jemanden, der uns weiterhilft und haben intern ein Anforderungsprofil erstellt. Es bringt nichts, das jetzt an die Öffentlichkeit zu tragen und damit mögliche Kandidaten auszuschließen. Ich denke, dass wir in den nächsten zwei bis drei Tagen Vollzug vermelden können.“

Als weitere potenzielle Kandidaten auf die Bergmann-Nachfolge werden im 96-Umfeld die derzeit ebenfalls vereinslosen Wolfgang Wolf und Hans Meyer sowie Holger Stanislawski vom Zweitligisten FC St. Pauli gehandelt. Der entlassene Coach könnte derweil künftig eine andere Aufgabe im Verein übernehmen. Nach Angaben von Schmadtke schloss Bergmann, der von seinem Aufstieg zum Chefcoach als U23-Trainer bei den Niedersachsen gearbeitet hatte, dies im persönlichen Gespräch nicht aus.

„Andreas Bergmann hat gute Arbeit geleistet, die Mannschaft gerade auch in der Phase nach der furchtbaren Tragödie um Robert Enke gefühlvoll geleitet. Aber die notwendigen Siege, die uns die Punkte für den Klassenerhalt bringen müssen, sind leider in den vergangenen Wochen nicht gelungen“, sagte Schmadtke.

Nach der Entlassung Bergmanns absolvierten die 96-Profis am Dienstagmorgen eine Laufeinheit um den Maschsee. Die für den Nachmittag angesetzte Trainingseinheit wurde abgesagt. Am kommenden Samstag bestreitet 96 sein nächstes Punktspiel bei Aufsteiger FSV Mainz 05 (15.30 Uhr/live bei Sky und Liga total).

Bergmann, der in Hannover noch bis zum 30. Juni 2010 unter Vertrag stand, ist der 321. Trainer in der Geschichte der Bundesliga, der vorzeitig seinen Posten räumen musste. Zuvor hatten in dieser Saison Hecking, Michael Oenning (1. Nürnberg), Marcel Koller (VfL Bochum), Lucien Favre (Hertha BSC Berlin) und Markus Babbel (VfB Stuttgart) vorzeitig gehen müssen. Noch vor Saisonbeginn war Aufstiegstrainer Jörn Andersen beim FSV Mainz 05 durch Thomas Tuchel ersetzt worden.

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