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Hannover 96 Hannover 96 sucht einen Leitwolf
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13:52 03.09.2015
Leon Andreasen - kann er Hannover 96 führen? Quelle: Petrow
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Hannover

96 hat viele Probleme. „Wenn dies das Niveau ist ...“, 96-Chef Martin Kind ließ die Fortsetzung offen nach der desaströsen Leistung beim 0:3 in Mainz. Dabei fällt die Fortsetzung des Satzes leicht: ... dann wird 96 absteigen. „Im Moment ist es unerfreulich“, gibt Kind zu. Er hofft, dass in der jetzigen Länderspielpause „die Defizite abgearbeitet werden“. Ob das bis zur Partie gegen den Tabellenführer Dortmund am Sonnabend der nächsten Woche gelingt, das zweifelt auch Kind an. „Wir müssen die Ruhe bewahren“, fordert der 96-Boss, ganz im Sinne von Trainer Michael Frontzeck.

Ein gravierendes Problem wird Frontzeck aber so schnell nicht lösen können. „Wir haben keinen Führungsspieler“, gibt Kind zu. Kein Profi der aktuellen Mannschaft ist in der Lage, die Kollegen mitzureißen. Mit Lars Stindl hat 96 den einzigen Typen verloren, der auch sportlich in der Lage war, die entscheidenden Situationen herauszuspielen und auch mit seinen Toren abzuschließen.

Von den neuen und jungen Spielern wie Felix Klaus, Uffe Bech und Charlie Benschop kann nicht erwartet werden, dass sie das Team schon führen. Abgesehen davon, dass sie ihre Klasse noch nicht bewiesen haben wie Oliver Sorg, der mal ein Wortführer werden könnte. „Dass die neu verpflichteten Spieler ihre Leistung noch nicht bringen, ist nicht überraschend“, hat Kind von diversen Ratgebern erfahren. Nach einer gewissen Eingewöhnungszeit sollen sie funktionieren, „davon gehe ich aus“, meint der Clubchef: „Außerdem haben nicht nur die neuen Spieler Probleme.“

Aber wer soll dann die wichtigen Impulse setzen? Kapitän Christian Schulz und Marcelo haben in der Abwehr genug damit zu tun, ihre eigene Leistung zu verbessern. Das gilt auch für Manuel Schmiedebach, der zwar in den Mannschaftsrat aufgerückt ist, aber mit den Kollegen untergeht.

Sein Partner Salif Sané wird zwar immer wichtiger fürs Team, aber da scheiterts auch am sprachlichen Problem - er spricht Französisch mit ein paar Brocken Englisch.

Weltmeister Ron-Robert Zieler hat als Torwart zu wenig Einwirkungsmöglichkeit aufs Spiel.

Der einzige Profi, der Führungsqualität besitzt, sitzt meist auf der Bank. Leon Andreasen hat die Erfahrung und auch die Kampfkraft - seine Einbindung in die Stammelf ist überfällig.

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