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STÜRMER: Claudio Pizarro sucht einen Club, den vereinslosen 36-Jährigen kann 96 sogar noch holen.

STÜRMER: Claudio Pizarro sucht einen Club, den vereinslosen 36-Jährigen kann 96 sogar noch holen.© CHRISTOF STACHE

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Hannover 96 lässt Transferfrist verstreichen

Am 31. Juli setzte 96 noch mal ein mutiges Signal. Hannover lieh Allan Saint-Maximin aus Monaco zum Nulltarif aus. Aber es folgte ein August der verpassten Chancen für Hannover 96.

Hannover. Etliche Spieler, zumeist Stürmer, waren zu haben. Montag schien es, als hätte man noch in die Regionalbahn nach Wolfsburg steigen können, um sich um Aaron Hunt zu bemühen. Auch hier stieg 96 nicht ein. Der Zug ist abgefahren. Gestern Abend um 18 Uhr endete die Transferfrist - und 96 besserte trotz Fehlstarts nicht nach. Trainer Michael Frontzeck hatte Sonntagnacht im NDR noch betont: „Wir machen nichts mehr, weil ich es nicht will.“ Schaffner Frontzeck winkte den letzten Transfer-Express des Sommers im Alleingang durch. Ein Manager, der widersprechen könnte, ist faktisch nicht zur Stelle. 96-Chef Martin Kind ließ den Trainer gewähren: „Michael Frontzeck hat darum gebeten, dass seine Entscheidung respektiert wird.“

Frontzeck erklärte, es sei „absolut unnütz, in Aktionismus zu verfallen“. Gestern kam scheinbar dennoch Action in die Sache, als neben dem Hamburger SV auch 96 als Interessent für Hunt genannt wurde. „Das war nur Taktik, um die Preise hochzutreiben“, erklärte Kind. Hamburg soll knapp drei Millionen Euro Ablöse für den 28-Jährigen bezahlen, die sich 96 für einen möglichen Lars-Stindl-Ersatz hätte leisten können.

Eine letzte Weiche kann 96 noch stellen. Starstürmer Claudio Pizarro ist vereinslos und könnte nach Ende der Transferfrist noch in Hannover Station machen. Kind findet den Gedanken nicht unsympathisch: „Über so einen Transfer könnte man natürlich sprechen. Aber wir haben ein anderes Transferkonzept, er ist 36, das würde dem widersprechen.“

Das erklärt weitere Entscheidungen. Vedad Ibisevic (31) hätte man bekommen können, der wechselte ablösefrei nach Berlin. Kevin Kuranyi (33) wollte bei 96 landen, Manager Dirk Dufner stieg auf die Idee ein. Da war Hoffenheim schneller.

Auch junge Spieler gingen 96 durch. Für St. Paulis Marcel Halstenberg (23) bot 96 keine Million Euro und wollte ihn im Sommer ablösefrei. Aber Brauseklub Leipzig funkte mit drei Millionen Euro dazwischen. Zehn Millionen wollte der FC Sion für Stürmer Moussa Konaté (22). Aber 96 kam beim Preis nicht weiter. „Beim FC Sion herrschen andere Spielregeln“, erklärte Kind.

Noch ist transfertechnisch nicht Endstation für 96, wie man im Fall Pizarro sieht. Aber solange sich Frontzeck wehren kann, passiert bis zur nächsten Transferstation im Winter nichts. Übrigens auch eine Nachricht vom 96-Gleis: Kind bestätigte, dass in Hannover kein Spieler abspringt. dt/aw


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