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Hannover 96 Hannover 96: Was kommt nach Schmadtke?
Sportbuzzer Hannover 96 Hannover 96: Was kommt nach Schmadtke?
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00:15 20.04.2013
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Hannover

"Es ist richtig, wir haben uns verabredet“, bestätigte Kind gestern der NP. Mit Schmadtke bricht eine Säule des 96-Erfolgs weg. Es bleiben viele Fragen zur Zukunft. 

Wann hört Schmadtke auf? Das hängt von Kind ab. Der 96-Chef will „mit Schmadtke besprechen“, wie es in den nächsten Wochen weitergeht. Zwei Szenarien sind denkbar. Schmadtke könnte schon heute beurlaubt werden. Dafür spricht die Sorge, dass ein Manager, der bald weg ist, nicht mehr hundertprozentigen Einsatz zeigt. Schmadtke hat das stets glaubhaft dementiert. Kind bestätigt aktuell, „Schmadtke arbeitet absolut seriös und zuverlässig“. Darum spricht mehr für Szenario zwei: Kind vertraut Schmadtke, der Manager wickelt die besprochenen Dinge ab. Schmadtke macht Schluss, wenn das neue Team steht – oder ein Nachfolger gefunden ist. Das könnte im Juni so weit sein.

Kann Schmadtke seinen unbefristeten Vertrag überhaupt kündigen? Wie jeder normale Angestellte kann auch der Manager die 96-Firma verlassen – unter Einhaltung bestimmter Fristen. Schwierig wird es, weil Schmadtke als Geschäftsführer Sport formal besonders eingebunden ist. Kind könnte die Vertragsauflösung verzögern. „Wenn es gar nicht mehr anders geht“, wird er Schmadtke, auch ohne auf Fristen zu bestehen, gehen lassen.

Kommt ein Nachfolger? Ja, ganz sicher. Das Modell Alleinherrscher ist auf dem Müll der Fußballgeschichte gelandet. Slomka wird nicht zum Magath. Die derzeitige sportliche Rückentwicklung spricht eher gegen den Trainer. Slomka hat genug damit zu tun, seine Mannschaft wieder in den Griff zu bekommen.

Ist Schmadtke zu ersetzen? Nein. Schmadtke hat die Latte hoch gelegt als bester aller 96-Manager. Sein Nachfolger wird es schwer haben. Er muss clever verhandeln, beste Kontakte und ein Auge für Talente haben.

Wer ist auf dem Markt? Der Manager-Markt ist so dünn besiedelt wie die Wüste Gobi. Bremen holte in der Not als Ersatz für Klaus Allofs den Eishockey-Manager Thomas Eichin. 96 wird abspecken, eventuell die Aufgaben aufteilen müssen. Kind könnte wieder mehr machen. Ein freier Kandidat wäre der Ex-Hoffenheimer Jan Schindelmeiser. 96 wird aber versuchen, einen Bewerber aus dem Vertrag zu kaufen, etwa den Nürnberger Martin Bader. Der Ex-HSV-Sportchef Dietmar Beiersdorfer müsste in St. Petersburg ausgelöst werden, Christian Heidel aus Mainz.

Wird Slomka der starke 96-Mann? Kind wird sich nach den Querelen zwischen Slomka und Schmadtke überlegen, ob der Neue ein Hochkaräter mit Rückgrat wird – oder einer, der Slomkas Wünsche nur abnickt. Zu viel Macht für den Trainer wäre keine gute Entscheidung für keinen Klub der Welt – siehe Magath.

Wo landet Schmadtke? Der 49-Jährige würde sofort einen neuen Verein finden. Schmadtke dürfte aber ein Freijahr einlegen und in Hannover wohnen bleiben. Danach wird er wählen können. Hamburg, Düsseldorf, Köln – oder wo immer auch ein Manager gesucht wird. aw

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