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Hannover 96 Hannover 96: Trainer Bergmann vor dem Aus
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13:55 17.01.2010
Andreas Bergmann: Nach der Klatsche gegen Berlin schaute der Trainer von Hannover 96 ratlos drein. Quelle: zur Nieden
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Hannover. Nach sieben Spielen ohne Sieg, einer erschreckend schwachen Vorstellung gegen den Tabellenletzten Hertha BSC und dem Abrutschen auf den drittletzten Platz steht der 50-Jährige vor dem Aus.

„Ich weiß, dass der Druck da ist, erst recht, wenn der Erfolg nicht da ist“, sagte Bergmann. „Da gibt es Diskussionen, da bin ich nicht weltfremd.“ Die erste Diskussionsrunde von Clubchef Martin Kind und Sportdirektor Jörg Schmadtke direkt nach dem peinlichen 0:3 gegen Hertha BSC Berlin überstand der im August zum Chefcoach beförderte Trainer der Amateure. Tapfer sagte Bergmann: „Angst um meinen Job habe ich nicht. Es gibt andere Dinge, wovor ich Angst habe.“

Schmadtke versuchte den angeschlagenen Coach aus der Schusslinie zu nehmen und sagte: „Es ist klar, dass nach so einem Spiel und nach sieben nicht gewonnenen Spielen eine Trainer-Diskussion und auch eine Manager-Diskussion aufkommt. Da müssen wir uns stellen.“ Schmadtke selber steht in Hannover nicht zur Disposition. Es gibt aber auch Kritik am früheren Bundesliga-Torwart, der die Position des Coaches nicht gerade gestärkt hatte, als er anlässlich des Testspiels bei Union Berlin das 96-Team in einer lautstarken Kabinenansprache mit einer Betriebssportgruppe verglich.

Schlimmer gehts nimmer: Hannover 96 versiebt das Kellerduell gegen Hertha BSC Berlin und steckt nun mitten im Abstiegskampf.

Schmadtke spielt den harten Burschen und bildet damit den Gegenpol zum freundlichen Bergmann. „Ich neige dazu, etwas massiver vorzugehen“, sagte der Sportdirektor nach der 0:3-Niederlage, die erneut Anlass für eine Brandrede gegeben hätte.

Zumindest zeigten die Spieler Einsicht nach den Gegentreffern durch Lukasz Piszczek (30.), Raffael (33.) und Theofanis Gekas (81.). „Das war eine Katastrophenleistung“, fasste Torhüter Florian Fromolowitz zusammen: „Jeder muss sich fragen, ob er seinen Job richtig ausübt.“ Und Kapitän Arnold Bruggink sagte: „Das ist peinlich und nicht zu erklären. Ich habe nicht das Gefühl gehabt, dass wir richtig Biss gehabt haben. Es geht auch um unseren Job.“

Zunächst geht es aber um den Job des Trainers. Die Frage ist, wie lange Clubchef Kind noch Geduld hat und das Experiment mit dem im August 2009 beförderten Amateurcoach fortsetzt. Bergmann versuchte Optimismus zu verbreiten: „Ich habe das Selbstvertrauen zu sagen: ’Das kriegen wir hin.’“ An einen Rücktritt, wie ihn Vorgänger Dieter Hecking vorgemacht hatte, denkt der Coach nicht. „Das wäre mir zu einfach“, sagte Bergmann. lni

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