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Hannover 96 Hannover 96: Sané teuerster Verkauf aller Zeiten?
Sportbuzzer Hannover 96 Hannover 96: Sané teuerster Verkauf aller Zeiten?
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00:15 16.05.2016
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Hannover

Wobei 96-Boss Martin Kind den Goldriesen eigentlich gar nicht verkaufen will. Zwar hat sich Trainer Daniel Stendel „mir gegenüber noch nicht endgültig bei Sané positioniert“, sagte Kind der NP: „Wenn er ihn für einen Leistungsträger
hält, dann bleibt er. Die Schmerzgrenze liegt bei zehn bis 15 Millionen Euro.“ So lieb und teuer war bisher nur ein Profi dem 96-Boss.

Dufners Vorgänger Jörg Schmadtke hatte im Mai 2011 mal den Schalkern verklickert, dass Torwart Ron-Robert Zieler zwar zu haben wäre, Schalke dann aber auch 15 Millionen Euro bezahlen müsse. Ein klares Signal an Schalkes Horst Heldt: Er konnte Geld und Mühe sparen, Zieler war im Grunde nicht zu haben. Anders lief es bei Stürmer Moa Abdellaoue. Auch ihn nannte Kind „unverkäuflich“, anderthalb Jahre später wechselte Abdellaoue für 3,5 Millionen Euro nach Stuttgart. Glücklich wurde der Norweger damit nicht. Mittlerweile ist er 30, wieder bei Vålerenga in Oslo unter Vertrag und erholt sich von einer Knie-OP.

15 Millionen Euro entsprechen natürlich nicht dem reellen Wert von Sané. Die Plattform „transfermarkt.de“ kommt auf fünf Millionen Euro. Selbst für diese Summe gibt es kaum einen Bundesligisten, der sich Sané leisten würde. Hertha BSC hatte Interesse, und Sané hatte Interesse an Berlin. Aber so viel Geld geben sie für ihn nicht aus. Eher würde Hertha die 6,5 Millionen Euro für Hiroshi Kiyotake ausgeben, weil sie einen kreativen Spieler sucht. Mit Kiyotake, von Dufner für 4,5 Millionen Euro geholt, macht 96 ebenfalls Gewinn.

Eine Summe im zweistelligen Millionenbereich macht die Bundesliga-Tür für Sané zu. Nur die Engländer hätten was zu bieten, aber der Transfer-Motor ist noch nicht angesprungen.

Stendel will „nach dem
 Bayern-Spiel einiges bekanntgeben“. Unter anderem, ob er Sané als Säule für das Projekt Wiederaufstieg braucht. Am Ende spielt noch eine Rolle, wie sehr Sané auf einen Wechsel drängen würde. Im Prinzip hat 96 den Daumen auf seinem Goldriesen – Dufner hatte seinen Vertrag im vergangenen Sommer bis 2018 verlängert. Er gilt auch für die zweite Liga.

Von Dirk Tietenberg und Andreas Willeke

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