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Hannover 96 Hannover 96: Es wächst wieder was
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16:21 06.05.2014
Die "Macher": Jubel nach dem 0:1. Quelle: Ulrich zur Nieden
Hannover

Und plötzlich klettert 96 wieder. „Wir könnten sogar noch Neunter werden“, meint der Manager. Dirk Dufner nimmt nach dem 2:0 in Nürnberg den „einstelligen Tabellenplatz“ in den Blick. Dafür bekommt man nichts - weder Europatouren noch Gutscheine für die nächste Saison. Der Platz geistert aber immer mal wieder als Phantomziel durch den Klub. Einstellig symbolisiert - man gehört zur besseren Hälfte der Liga. Da ist 96 jetzt nah dran.

Weit weg sind sie aber von Nürnberg. In der Stadt muss ein Vampir sein Unwesen treiben, so blutleer zeigten sich Mannschaft und Publikum. Roger Prinzen, der dritte Trainer der Saison, dirigierte vom Spielfeldrand sein Panikorchester. Keiner hörte auf ihn, keiner verstand ihn und seine undurchschaubaren Gesten.

Wohltuend geerdet wirkte im Vergleich dazuTayfun Korkut. Der 96-Trainer ging nur einmal so richtig ab - nach dem Tor von Manuel Schmiedebach zum 2:0 (51.). Dessen erster Bundesligatreffer im 120. Spiel (siehe auch nächste Seite).

Korkut „weiß, dass er sich das Tor schon lange gewünscht hat“. Der Leistungssprung des Arbeiters ist ein wichtiger Faktor des 96-Aufschwungs. Anders als Lars Stindl oder Leon Andreasen hat Schmiedebach jedoch noch nicht die ganz große Anerkennung bekommen. „Er stand im Schatten der anderen“, meint Korkut, „jetzt hat er seine Leistung gekrönt.“

Auch wieder mit mehr Licht als Schatten lässt sich die Leistung von Szabolcs Huszti bewerten. Das frühe erste Tor (5.) gehört ihm. Huszti fing im Mittelfeld mit gutem Auge den Ball von Mike Frantz ab, spielte Doppelpass mit Arjoms Rudnevs und vollendete eiskalt.

Bis auf ein, zwei Torchancen kam von Nürnberg kaum Gegenwehr. Außer Josip Drmic, der nach Leverkusen wechseln soll, hat das Team keinen bundesligareifen Angreifer. 96 hatte leichtes Spiel, ohne ein besonders gutes Spiel zu zeigen.

Aber immerhin blieb 96 in den letzten vier Spielen ungeschlagen (drei Siege, ein Unentschieden) - so eine lange niederlagenfreie Serie hatte es weder in dieser noch in der Saison davor gegeben. „Nach dem Tiefpunkt in Braunschweig ist eine Mannschaft zusammengewachsen“, freut sich 96-Chef Martin Kind, „Schulz, Andreasen und Stindl haben daran einen großen Anteil.“ Die Mannschaft habe „sich selber befreit“, meint Dufner, „das ist aller Ehren wert.“

Nun soll ein letzter Heimsieg gegen Freiburg in die Abschlussparty überleiten. Damit Platz neun gefeiert werden kann, müsste 96 aber auf Braunschweig hoffen. Nur wenn die Eintracht in Hoffenheim gewinnt (und Dortmund in Berlin), kann 96 einstellig werden. Mit Schützenhilfe aus Braunschweig in die bessere Hälfte klettern - noch mehr versöhnliches Saisonende geht ja wohl nicht.

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