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Trainer

Hannover 96: Das ist der neue Daniel Stendel

Als Daniel Stendel
vor sechs Wochen bei den Profis vorgestellt wurde, war er ein Jugendtrainer, der mal kurz auf
die große Bundesligabühne ge-schubst wurde, um gleich wieder aus dem Rampenlicht zu verschwinden. Eine Aushilfe, die „Bock hat“, aber nicht wirklich etwas zu melden haben sollte. Ein bisschen wie der kleine Daniel unter lauter großen 96-Tieren.

Hannover. Aus den nur sechs geplanten Spielen erwuchs ein Zweijahresvertrag – und plötzlich ist aus der Aushilfe die Hoffnung des Vereins geworden, mehr noch, sogar die Hoffnung der Region. Stendel ist jetzt nicht mehr nur der Trainer, sondern soll auch entscheidend bei den Transfers mitwirken. „Ich habe ihm gesagt, dass er sich stark in die Personalplanung einbringen soll“, macht 96-Chef Martin Kind klar.

Und der neue Stendel nimmt die Rolle ernst. Der 42-Jährige, der so herzlich zu seinen Spielern sein kann, trifft knallharte Entscheidungen. Er schickt Kapitän Christian Schulz weg, auch bei Leon Andreasen sollte der Vertrag nicht verlängert werden. Mittlerweile gibts bei Andreasen noch ein Zipfelchen Gnade, wenn sein Fuß gesund wird. Das gnadenlose Vorgehen kann man positiv sehen – Stendel schneidet alte Zöpfe ab und versucht einen wirklichen Neuanfang. Oder negativ: Er hat keinen Respekt vor den Leistungen der Altvorderen. Wichtig ist aber vor allem – Stendel geht seinen Weg, und das ist auf jeden Fall richtig. „Ich versuche, ehrlich zu sein. Dabei fühle ich mich am wohlsten“, hat er immer wieder gesagt.

Er ist authentisch, lebt die Leidenschaft vor, die er von seinen Spielern verlangt. Und er hat eine Handschrift, die schon nach wenigen Stendel-Spielen zu erkennen war. Er hat Spielphilosophie, eine angriffslustige. „Wir bleiben im Pressing, das ist meine Idee des Fußballs“, sagt Stendel, „ich stehe für diesen Fußball, ich möchte, dass wir als Mannschaft für was stehen. Das bedeutet, dass wir das Spiel in der Hand haben, dass wir das Spiel entscheiden können, wenn es so läuft, wie wir uns das vorstellen.“

Wichtig ist für ihn aber auch, die Mannschaft mit ins Boot zu nehmen. „Die Spieler haben Lust darauf, das durchzuziehen“, meint er. Vor allem die jungen, die er besonders fördert. Mit Noah-Joel Sarenren-Bazee, Waldemar Anton und Fynn Arkenberg setzte Stendel auf die jüngste 96-Mannschaft seit 30 Jahren.

In dieser Woche bereitet er noch seine frühere U 19 auf das Pokalfinale am Sonnabend in Berlin gegen Hertha BSC vor. Viel Arbeit für den neuen Stendel, entscheidend aber ist – er hat „Bock drauf“.


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