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Hannover 96: Alle neune für Stendel

Viele Trainer haben es versucht. Aber wirklich getraut hat sich erst Daniel Stendel. Der 96-Trainer klatscht nicht nur an der Seitenlinie mit, wenn die Fans „Schwarz-Weiß-Grün ein Leben lang“ singen. Stendel lebt diese 96-Grundhaltung vor. Innerhalb von fünf Spielen baute er drei 96-Talente in die Profimannschaft ein, die in Hannover ausgebildet wurden.

Hannover. Erst Abräumer Waldemar Anton (19), dann den roten Blitz Noah-Joel Sarenren-Bazee (19) und gegen Hoffenheim (1:0) den bis dahin unbekannten Neuling Fynn Arkenberg (20). Alle drei machten ihre Sache ordentlich. Baut Stendel in der zweiten Liga noch mehr auf hannöverschen Nachwuchs?

Tatsächlich stehen bei 96 viele Talente unter Vertrag, die Profis werden können oder es bereits sind. Angefangen bei Junioren-Nationaltorwart Timo Königsmann (19). Er geht als Nummer drei in die kommende Saison, hat aber das Talent, in der zweiten Liga neue Nummer eins zu werden. Königsmann hält auf der Linie stark, sein Stil ähnelt dem des deutschen Welttorhüters, aber ihm passieren auch noch ähnliche Fehler wie dem jungen Manuel Neuer.

Mit Linksverteidiger Niklas Teichgräber (20) macht 96 keinen Fehler. Er kehrt aus Hildesheim zurück. In der zweiten Serienhälfte war er Stammspieler unter Trainer Jürgen Stoffregen. Teichgräber trainierte unter Mirko Slomka schon regelmäßig bei den Profis. Genau wie Valmir Sulejmani (20) und Tim Dierßen (20). Sulejmani kam auch unter Stendel in der Bundesliga zum Einsatz. Dierßen spielte zweimal Bundesliga, fiel in ein Loch, wird aber in der Reserve immer stärker im zentralen Mittelfeld. Im Fokus ist der Sechser Can Tuna, zuletzt wieder Torschütze und Leistungsträger in der Reserve.

Neben Sarenren-Bazee bekommt Stendel eine weitere Rakete für die Außenbahn zurück. Mike Bähre (20) beendete seinen Abstecher nach Halle und trainiert nach einer Fußverletzung bereits unter Stendel.
Im Sommer, sagt er, will er in Hannover angreifen.

Ob Stendel alle neune in die zweite Liga reinkegelt, wird diese Woche besprochen. 96-Geschäftsführer Martin Bader und Stendel treffen sich, um über den neuen Kader zu reden. Die Sache mit den Talenten hat einen Haken: Mit einer besseren Reserve wird 96 den direkten Wiederaufstieg kaum packen.

Unter den Zugängen befinden sich bisher keine großen Namen. Zwei steigen möglicherweise aus der zweiten Liga ab: Marvin Bakalorz (Paderborn) und Thomas Meißner (Duisburg). Sebastian Maier (St. Pauli) soll als kreativer Spieler dazukommen, ist aber auch erst 22 Jahre jung. Bisher hat von den „alten“ 96ern nur Manuel Schmiedebach (27) das Signal erhalten, dass er bleiben soll. Auch Schmiedebach steht für 96. Die Identifikation mit der Mannschaft, erklärte Bader zuletzt, „wird in Zukunft oft ein zusätzliches Kriterium von Hannover 96 sein“. Stendel setzt auf ein hannöversches 96. Wäre doch genial, wenn er so wieder aufsteigt.


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