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Hannover 96 Der Zauber kehrt zurück
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20:42 15.04.2013
EINZELTRAINING: Szabolcs Huszti mit 96-Co-Trainer Norbert Düwel. Quelle: Ulrich zur Nieden
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Hannover

Prächtige Laune hatten Montag viele Menschen - wegen der Sonne. Für Szabolcs Huszti gabs einen zusätzlichen, einen für ihn viel bedeutenderen Grund. Der 96-Profi durfte den Duft frisch gemähter Wiese einatmen - erstmals seit seinem Muskelriss vor knapp zwei Monaten stand der Flügelspieler wieder auf dem Trainingsplatz. „Ein Super-Gefühl“, frohlockte der Ungar.

Coach Mirko Slomka nahm Husztis Teamkollegen hart ran, beim intensiven Lauftraining in kleinen Gruppen bekamen sie den Ball allenfalls aus der Ferne zu Gesicht - und wenn der zu beneidende Huszti damit ein paar behutsame Übungen machte. Ihm blieb die kräftezehrende Konditionstortur erspart, seine Reha lässt eine solche Belastung noch länger nicht zu. „Ich habe meinen Plan und mache mir keinen Druck“, sagte Huszti.

Bekanntlich ist „die Saison für mich vorbei“, sagte Huszti, „aber ich will nichts ausschließen. Wenn es am Saisonende für uns doch noch um die Europa League gehen sollte, kann es ja sein, dass ich gebraucht werde und mich fit für einen Einsatz fühle.“

Wahrscheinlicher ist jedoch, dass Huszti „in Ruhe“ zu alter Stärke zurückfinden kann und in der Vorbereitung auf die nächste Saison den zweiten Neuanfang bei 96 starten wird. Den ersten gabs bereits im Sommer des vergangenen Jahres, als Huszti zurückkehrte nach Hannover, wo er bereits zwischen 2006 und 2009 gespielt hatte, ehe es ihn nach St. Petersburg zog. Bei Zenit fand er sein Glück aber nicht - so wurde die Rückkehr zu 96 zu einer Herzensangelegenheit.

Huszti bekam das Trikot mit der Nummer zehn, schnitt sich seine langen Haare ab - und rasierte die Gegner mit seiner Klasse reihenweise. Gleich am zweiten Spieltag beim 4:0 in Wolfsburg stellte er mit vier Torvorlagen einen Bundesligarekord auf und ließ drei Doppelpacks (Bremen, Leverkusen, Schalke) folgen.

Bei seinem vorerst letzten Treffer passierte es: Bei der Ausführung eines Elfmeters am 23. Fe-bruar gegen den Hamburger SV riss Husztis Muskel im linken Oberschenkel. „Das waren große Schmerzen“, erinnerte sich Huszti auch gestern noch an den kuriosen Moment. Der Ball war drin, 96 gewann mit 5:1 und war auf dem besten Weg zurück in die Europa League. Ohne Huszti, der in Osnabrück vom Spezialisten Martin Engelhardt operiert worden war, blieb 96 seitdem aber auf der Strecke, gewann nur noch die Partie in Augsburg - und ist inzwischen raus aus dem Schneckenrennen um Europa.

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