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Hannover 96 Bekommt 96 Djakpa in den Griff?
Sportbuzzer Hannover 96 Bekommt 96 Djakpa in den Griff?
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15:30 16.12.2009
Am Mittwoch beim Training: Constant Djakpa (links) versucht, Hanno Balitsch zu entwischen. Quelle: zur Nieden
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HANNOVER. „Der Djappi muss nochmal 'ne Schüppe drauflegen“, hatte 96-Trainer Andreas Bergmann vor dem Gladbach-Spiel über den 96-Linksverteidiger gesagt. Der Ivorer hatte das offenbar falsch verstanden und präsentierte mit seinem Eigentor eine neue Zirkusnummer mit Klappfuß. Seinen Flickflack mit Salto gabs diesmal nicht. Auch so wusste Djakpa nicht, wo ihm der Kopf steht.

Auch am Dienstag, drei Tage später, wollte der Ivorer nicht über seinen Riesenpatzer sprechen. „Ich habe nichts zu sagen“, so Djakpa. Nach dem 3:5 hatte er noch über den 96-Sprecher mitteilen lassen, das Eigentor sei „eine wirklich blöde Situation“ gewesen, es tue ihm „ungeheuer leid“. Vorwürfe vom Team gabs keine. Zumindest nicht öffentlich.

Fest steht: Djakpa bewegt sich nach erfrischenden Spielen zu Saisonbeginn auf einem schmalen Grat zwischen Klassenclown und Depp. „More respect“ forderte der 23-Jährige, als er kürzlich mit Jacek Krzynowek im Training aneinandergeraten war. Zuvor hatte er jedoch gegen den Polen nachgetreten. Und auch sonst ist Djakpa einer, der den Fuß lieber draufhält als zurückzieht. Freunde macht er sich damit nicht, einige Spieler sind genervt.

„Ich habe das an der langen Leine beobachtet und mache mir meine Gedanken“, sagte 96-Sportdirektor Jörg Schmadtke gestern. Das Verhalten müsse ausgewogen sein zwischen Seriosität und Spaß, so der 45-Jährige. „Im Moment besteht die Gefahr, dass er abdriftet. Ich habe das im Blick“, meint Schmadtke.

Kuriose Kunststücke mit dem Ball zeigt Djakpa auch im Training immer wieder, daddelt ebenso verspielt wie unruhig herum. Das Energiebündel weiß allzu oft nicht, wohin mit seiner Kraft. Hinzu kommt die räumliche Trennung von seiner Frau Marie Pascale und Sohn Briyan (vier Monate), die noch in seiner Heimat Abidjan leben. Auch das Ausleihgeschäft mit Leverkusen scheint Djakpa zu belasten. Bayer kann ihn im Sommer zurückholen, er möchte in Hannover bleiben. Eine Entscheidung fällt frühestens im März.

Um Djakpa in die Spur zu bringen, setzt Schmadtke auf Karim Haggui, der mit ihm aus Leverkusen gekommen war. „Karim hat deutlichen Zugriff“, meint er, „auch der Trainer ist sensibilisiert.“ Gegen Bochum droht Djakpa zum wiederholten Mal die Bank. „Vielleicht war das Eigentor ein Erlebnis, über das er sich Gedanken macht und den Dreh zurückbekommt“, hofft Schmadtke. Nur keinen Dreh zurück mehr auf Florian Fromlowitz bitte!

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