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Hannover 96 Am liebsten nur: Du und Sergio
Sportbuzzer Hannover 96 Am liebsten nur: Du und Sergio
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06:16 27.07.2012
Sergio da Silva Pinto macht auch hartes Training nichts aus. Quelle: Ulrich zur Nieden
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Bad Waltersdorf

Sind Sie überrascht, dass die Namensänderung auf Ihrem Trikot für Aufsehen sorgt?
Ja, schon. Ich heiße seit meiner Geburt da Silva Pinto. Damals bei Schalke hatte ich als junger Spieler nicht die Wahl, später in Aachen passte der Name nicht aufs Trikot. Bei 96 passt er jetzt.

Wieso erst jetzt? Sie spielen schon seit 2007 in Hannover.
Ich habe es immer in Erwägung gezogen. In diesem Sommer habe ich nochmal länger darüber nachgedacht und entschieden, dass ich das nun haben möchte. Der Verein hat bei der DFL nachgefragt, ob das geht, und weil der Name ja so auch in meinem Pass steht, war das kein Problem.

Schreibt man das „da“ klein oder groß?
In Portugal schreibt man es klein, in Deutschland wird das aber nicht so eng gesehen.

Werden Ihre bisherigen Autogramme jetzt zur Rarität?
Nein, weil ich immer mit Sergio unterschreibe und das auch so bleibt. Ich mag es übrigens nicht, nur mit Nachnamen angesprochen zu werden. Entweder Herr da Silva Pinto oder Sergio. Ich werde gerne geduzt, habe überhaupt kein Problem damit, mit Sergio angesprochen zu werden - vor allem von den Fans. Diese Siezerei finde ich altmodisch.

Siezen Sie niemanden?
Doch. Vor allem, wenn jemand älter oder in einer bestimmten Position ist. In Portugal ist das mit dem Siezen wiederum nichts Ungewöhnliches. Meine Mutter siezt sogar ihre Mutter. Das ist oft so gang und gäbe, sobald man geheiratet hat.

Auch Sie haben kürzlich Ihre Freundin Alexandra geheiratet. Siezen Sie Ihre Mutter jetzt auch?
Nein. Ich habe meinen Eltern gesagt, dass sie das nicht von mir zu erwarten brauchen. Ich bin in Deutschland aufgewachsen und fände es eigenartig, plötzlich meine Eltern zu siezen.

Wie sprechen Sie Trainer Mirko Slomka an?
Nein, ich sage Trainer und Sie.

In der Vorbereitung lässt er Sie vor der Abwehr von allen am häufigsten spielen, auf der Position neben Ihnen wird variiert. Ein Indiz, dass Sie als Sechser gesetzt sind?
Ich meine schon, dass ich aufgrund meiner Leistungen in den vergangenen Jahren Ansprüche anmelden kann, dauerhaft zu spielen. Leistung ist ohnehin das einzige Argument.

Das wäre wichtig, da Ihr 2013 auslaufender Vertrag noch immer nicht verlängert ist. Gibts neue Signale seitens des Vereins?
Nein, und ich bin da nach wie vor ganz entspannt. Meine Haltung ist klar: Ich werde keinen Einjahresvertrag unterschreiben, auch nicht mit Option. Mein Bestreben ist ein Zweijahresvertrag.

Bis wann wollen Sie die Angelegenheit vom Tisch haben?
Irgendwann wird die Zeit kommen, wo der Verein sich entscheiden muss und wo ich mich entscheiden muss.

Was heißt irgendwann? Bis zur Winterpause?
Ich dürfte bis dahin sowieso mit keinem anderen Verein verhandeln, Klubs dürfen meines Wissens erst ab Januar an einen Spieler herantreten. Erst dann würde mein Berater anfangen zu schauen. Ich habe ihm jetzt aber erst einmal klar gesagt, dass er sich gar nicht umzuschauen braucht, was so passiert. Weil ich mich bei 96 pudelwohl fühle. Ich würde am liebsten bleiben.

Sie bewerben sich in jedem Training mit engagierter Leistung für eine Verlängerung. Droht Ihnen die Puste auszugehen beim strammen Programm in Bad Waltersdorf?
Nein. Das harte Training ist wie immer in der Vorbereitung lästig und anstrengend, aber es ist auch viel Spaß dabei.

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