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Hannover 96 Abschiedsspiel für Stajner: "Ich freue mich riesig"
Sportbuzzer Hannover 96 Abschiedsspiel für Stajner: "Ich freue mich riesig"
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22:57 07.10.2010
So lieben ihn die Fans: Jiri Stajner Quelle: Ulrich zur Nieden
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„Nein, keine besonderen Tricks“, sagt Jiri Stajner lachend, „ich denke, dass ich normal spiele, so wie immer.“ Heißt im Klartext: Stajner wird am Sonnabend bei seinem Abschiedsspiel zwischen 96 und Slovan Liberec in der AWD-Arena (Anstoß 15.30 Uhr) tricksen bis zum Umfallen. „Ich hoffe für die Zuschauer, dass sie ihren Stajner sehen, den zum Haareraufen und zum Zungeschnalzen“, sagt 96-Trainer Mirko Slom­­ka vor der großen Stajner-Show.

„Ich freue mich riesig. Es ist eine große Ehre“, sagt Stajner, „als erster 96-Spieler ein Abschiedsspiel zu bekommen.“ Für den 34-Jährigen wirds ein stressiges Vergnügen: Nach seinem Comeback in der tschechischen Nationalelf steht er Freitag im Kader fürs EM-Qualifikationsspiel gegen Schottland, am Dienstag gehts in Liechtenstein weiter. „Das sind zwei schwere Spiele, die wir unbedingt gewinnen müssen“, sagt Stajner, „mal sehen, vielleicht spiele ich von Anfang an.“ Nach dem Spiel bringen ihn Freunde am Freitag im Auto von Prag nach Hannover. „Ich kann mich auf der Fahrt auf dem Rücksitz ausruhen und ein bisschen schlafen“, sagt Staj­ner.

Ärgerlich für den Kultstürmer: Jan Simak muss in Mainz trainieren und ist nach Rückenproblemen erst seit zwei Wochen zurück, Jan Rosenthal brach sich das Jochbein. Auch Arnold Bruggink, zurzeit bei Zweitligist Bielefeld im Gespräch, schafft es wohl nicht zu kommen. „Wie es jetzt aussieht, leider nicht“, sagt der Niederländer.

Auf jeden Fall verstärkt Hanno Balitsch die Liberec-Elf, die Slovan-Coach Josef Petrik betreut. Stajners Beratungsagentur Extratime kümmert sich um den Event, 96 ist bestenfalls Koveranstalter. Die Chance, ein würdiges 96-All-Star-Team zu präsentieren, wie es Stajner und die Fans verdient hätten, wurde so offenbar verpasst.

Bis Donnerstag waren erst 5000 Karten verkauft. Zehn Euro kostet der Steh-, 15 Euro der Sitzplatz, Kinder bis zwölf Jahre haben freien Eintritt, um den 96-Kultstürmer noch ein letztes Mal live zu erleben – und ihre aktuellen 96-Helden. „Ein Witzspiel solls aber nicht werden“, meint Slomka. Vielleicht kein Witz-, aber ein Tricksspiel. Denn das Tricksen lässt sich Stajner nicht verbieten.

„Hinterher wird im Courtyard-Hotel noch ein bisschen Abschied gefeiert“, sagt Stajner, „zwei Bierchen hat der Trainer erlaubt.“ Allerdings mit Sperrstunde. Am Sonntag gehts schon um neun Uhr mit dem Flugzeug nach Zürich, zurück zur Nationalmannschaft. Dann heißt es endgültig: Tschüs, Stajni!

(Thorsten Langenbahn, Dirk Tietenberg)

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