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Hannover 96 2:0 gegen 96: Wolfsburg findet Weg aus der Krise
Sportbuzzer Hannover 96 2:0 gegen 96: Wolfsburg findet Weg aus der Krise
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20:06 18.09.2010
Wolfsburgs Thomas Kahlenberg (Dänemark, links) und Marcel Schäfer kämpfen mit Hannovers Manuel Schmiedebach (rechts) um den Ball. Quelle: dpa
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WOLFSBURG. Aufatmen in Wolfsburg: Mit der Rückkehr zum „Meister-System“ und der individuellen Klasse von Diego und Edin Dzeko hat der VfL im Niedersachsen-Derby gegen Hannover 96 den Weg aus der Krise gefunden. Nach drei Niederlagen zum Saisonstart fuhr Neu-Coach Steve McClaren mit den „Wölfen“ am 4. Spieltag am Samstag mit 2:0 (0:0) den ersten „Dreier“ ein. Ein Traumtor von Diego (55. Minute) und das vierte Saisontor Dzekos (67.) verzückte die Mehrzahl der 30 000 Zuschauer in der ausverkauften VW-Arena. Gegen die bis dato ungeschlagenen Gäste gelang dem VfL mit dem sechsten Derby-Sieg in Folge auch ein Novum: Noch nie zuvor hatte ein Club gegen einen anderen Bundesligisten eine solche Serie landen können.

„In unserer Situation war das ein sehr wichtiger Sieg“, sagte VfL- Manager Dieter Hoeneß, der den Verein vor der Saison für mehr als 36 Millionen Euro aufgerüstet und als Saisonziel den Europapokal ausgegeben hatte. „Wir mussten etwas ändern, und die Spieler haben die richtige Antwort gegeben. Diese Einstellung brauchen wir jetzt für den Rest der Saison“, sagte McClaren nach seinem ersten Bundesligasieg, der durch Verletzungen von Diego und Sascha Riether allerdings teuer erkauft wurde.

Während Nationalspieler Riether eine alte Oberschenkelblessur wieder zu schaffen machte, musste Matchwinner Diego nach einem üblen, aber nicht geahndeten Tritt von Hannovers Constant Djakpa in die Rippen in der 67. Minute vom Feld. Bis zum frühen Abend stand noch nicht fest, ob der Ballkünstler am Mittwoch beim Hamburger SV auflaufen kann. „Er ist im Krankenhaus. Wir hoffen, dass es nicht so schlimm ist“, sagte McClaren.

Die bis dato ungeschlagenen Gäste haderten ihrerseits mit Schiedsrichter Wolfgang Stark, da ihrer Meinung nach vor dem sehenswerten Fallrückziehertor von Diego ein Foul des Brasilianers an Sergio Pinto vorgelegen haben soll. „Als Unbeteiligter kann man sich daran natürlich ergötzen, aber regelkonform war es für mich nicht“, schimpfte Hannovers Coach Mirko Slomka.

Trotz sieben Zählern zum Saisonstart versteckte sich sein Team zu sehr und überließ den „Wölfen“ das Feld. Von der ersten Minute an war der Meister von 2009 bemüht, den schlechtesten Bundesligastart der Vereinsgeschichte vergessen zu machen. McClaren, dessen System mit nur einer Spitze bislang zu drei Niederlagen geführt hatte, bot erstmals das in den vergangenen Jahren so erfolgreiche Sturmduo Grafite/Dzeko gemeinsam auf. Zudem stellte der Engländer im Mittelfeld auf das Rauten-System um, mit dem der VfL 2009 unter Trainer Felix Magath zur Meisterschaft gestürmt war.

Dzeko hatte bei zwei Kopfbällen zunächst Pech (8./10. Minute), und auch Marcel Schäfer konnte in seinem 100. Bundesligaspiel frei stehend eine mustergültige Flanke von Grafite nicht verwerten (13.). Erst nach etwa einer halben Stunde beteiligte sich auch Hannover am Spiel. Bis zur Halbzeit verflachte die Partie allerdings. Nach dem Wechsel drückte Wolfsburg erneut und ging durch den Fallrückzieher von Diego verdient in Führung. Auch nach dessen verletzungsbedingten Ausscheiden war Wolfsburg klar besser. Dzeko nutzte ein Ausrutschen von 96-Keepers Florian Fromlowitz zur Entscheidung. (dpa)

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