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Fordert ein konstantes Niveau: Recken-Trainer Carlos Ortega.

Fordert ein konstantes Niveau: Recken-Trainer Carlos Ortega.
© Sielski

Handball-Bundesliga

Recken wollen gegen Hüttenberg Hinrunde veredeln

Es wird wild am Sonntag in der Swiss- Life-Hall. Das meinen zumindest Carlos Ortega und Runar Karason.

Hannover. Der Trainer und der Rückraumspieler der TSV Hannover-Burgdorf beziehen das auf den nächsten Gegner TV Hüttenberg, der übermorgen um 12.30 Uhr bei den Recken antritt.

„Die Hüttenberger verteidigen sehr offensiv“, sagt TSV-Coach Ortega, „das sieht mitunter etwas wild aus, macht es für uns aber auch schwierig und unbequem.“ In der Vorbereitung habe er deshalb auch etwas andere Akzente setzen müssen als gewohnt, fügt der Spanier an.

Gar als „sehr wild“ be­zeichnet Linkshänder Karason das Abwehrverhalten des Abstiegskandidaten. „Die verteidigen wie Angola“, sagt er schmunzelnd. Das sind Erfahrungen, die der 29-Jährige mit der isländischen Nationalmannschaft gegen das afrikanische Team gesammelt hat. „Das ist sehr unangenehm. Da muss man viel Geduld haben“, sagt Karason, „und sein eigenes Spiel durchziehen.“

Das wollen die Recken ohnehin. Gerade nach dem glücklichen Remis mit einer durchwachsenen Leistung in Minden soll es am Sonntag wieder einen Sieg geben, und damit sollen zwei Seren ausgebaut werden: die bisher beste Hinrunde der Vereinsgeschichte noch verbessern und in Heimspielen ungeschlagen bleiben. „Das muss ganz klar unser Ziel sein“, sagt Karason, „diese zwei Punkte werden wir auf jeden Fall holen.“

Dass der Gegner unterschätzt werden könnte, verneinen Trainer und Spieler energisch. „Wenn wir in der Tabelle oben bleiben wollen, dann müssen wir konsequent auch die kleineren Spiele gewinnen“, sagt Karason, „wenn man die einfachen Punkte liegen lässt, bleibt man nicht lange da oben. Da haben wir im vergangenen Jahr schlechteste Erfahrungen ge­macht.“

Sollten die Recken die „Pflichtaufgabe Hüttenberg“ (Karason) erledigen und dann noch am nächsten Donnerstag (18.30 Uhr, Tui-Arena) gewinnen, dann winkt am zweiten Weihnachtstag gar ein absolutes Spitzenspiel beim Titelanwärter SG Flensburg.

Darum will man übermorgen anders als beim Unentschieden in Minden auf keinen Fall die Anfangsphase, als die Recken ruck, zuck deutlich zurücklagen, gleich konzentriert angehen. „Der Start ist sehr wichtig“, sagt Ortega, „aber ein guter Start wird nicht reichen. Hüttenberg hat bisher in jedem Spiel ge­zeigt, dass es in der Lage ist, zurückzukommen. Wir brauchen ein konstant hohes Niveau, um beide Punkte in Hannover zu behalten.“ Sehr viel Respekt vor dem Drittletzten – der Spanier scheint doch zu fürchten, dass sein Team den Aufsteiger vielleicht doch auf die leichte Schulter nehmen könnte. Allen Voraussagen und Vorhaben zum Trotz.

Kombi-Ticket: Bisher haben die Recken 3400 Karten für die Partie verkauft. Zuschauer, die entweder eine Dauer- oder eine Tageskarte für das FußballBundesligaspiel von Hannover 96 gegen Bayer Leverkusen (Sonntag, 15.30 Uhr) haben, können sogenannte Kombi-Tickets für 9,60 Euro erstehen.

Von Jörg Grussendorf


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