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Mit vereinten Kräften : Sven-Soeren Christophersen (rechts) und zwei Kollegen stemmen sich gegen den Flensburger Rasmus Lauge Schmidt.I

Mit vereinten Kräften : Sven-Soeren Christophersen (rechts) und zwei Kollegen stemmen sich gegen den Flensburger Rasmus Lauge Schmidt.I© Imago

Handball

Recken verlieren Punkt gegen Flensburg

Die TSV Hannover-Burgdorf holt einen Punkt mit dem 27:27 beim deutschen Vizemeister SG Flensburg/Handewitt. Es war sogar mehr drin – fünf Minuten vor dem Ende lagen die Recken noch mit vier Toren vorn.

Flensburg.  Dieser Auftritt verdient das Prädikat Spitzenspiel. Am zweiten Weihnachtstag gab es in der Flens-Arena ein Handball-Fest im Bundesliga-Verfolgerduell zwischen der SG Flensburg-Handewitt und der TSV Hannover-Burgdorf, in dem die Recken das i-Tüpfelchen knapp verpassten.

Nach dem 27:27 (12:13)-Remis überwintern die Hannoveraner zwar auf dem dritten Tabellenplatz und krönen damit ein überragendes zweites Halbjahr 2017. Die TSV, für die Kai Häfner (9) und Morten Olsen (6) die meisten Tore warfen, verpasste es aber, eine 27:23-Führung ins Ziel zu bringen. Der Gastgeber blieb am Ball trotz des vermeintlich deutlichen Rückstandes und erkämpfte sich in der Schlussminute durch einen geglückten Ballgewinn und Schnellangriff, den Kentin Mahé abschloss, den Punktgewinn.

Die Recken begannen in der „Hölle Nord“, wie die Flensburger Heimstatt respektvoll genannt wird, ausgesprochen konzentriert. Zeitweise führten sie mit zwei Toren Vorsprung (10:8 in der 19. Minute), doch der deutsche Vizemeister blieb dran. Den Flensburgern gelang allerdings bei weitem nicht alles, dreimal scheiterten sie mit Siebenmeterwürfern an der Latte. Malte Semisch stand da im TSV-Gehäuse. Er hatte in der zweiten Halbzeit viele starke Szenen, während Martin Ziemer in den ersten 30 Minuten ein zuverlässiger Rückhalt war.

Das Glück und die Konzentration der Gäste aus Hannover ließen erst gegen Ende der ersten Halbzeit etwas nach, als Timo Kastening den Pfosten traf und Casper Mortensen freistehend am Kreis scheiterte. Dies nutzte der Gastgeber, um mit einer knappen 13:12-Führung in die Pause zu gehen. Doch es blieb spannend, weil sich nach dem Wechsel keine Mannschaft entscheidend absetzen konnte. Erst in der Schlussphase gab es einen Vorteil für Hannover und mit 27:23 die erste Viertoreführung in dieser Partie. Das reichte aber nicht, weil Flensburg niemals aufgab.

Von Simon Lange


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