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Die Recken Recken gegen THW Kiel: Großer Kampf, kein Lohn
Sportbuzzer Die Recken Recken gegen THW Kiel: Großer Kampf, kein Lohn
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00:16 29.03.2017
Der Kieler Nikola Bilyk (53) im Zweikampf mit Erik Schmidt (28) vom TSV Hannover-Burgdorf. Foto: Sielski
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Hannover

Das Duell mit den Weltklassespielern des Rekordmeisters lockte nicht nur die Handball-Fans in die Tui-Arena; die mit 9800 Besuchern fast ausverkauft war. Auch die meisten „Recken“-Profis meldeten sich rechtzeitig zu dem Schlager wieder fit, darunter Kapitän Torge Johannsen und Europameister Erik Schmidt, die in den vorangegangenen Partien schmerzlich vermisst worden waren.

Johannsen setzte mit der erhobenen Faust beim Einlaufen ein sichtbares Zeichen an das Publikum, dass er und sein Team bereit sind, alles in die Waagschale zu werfen. Die Zuschauer nahmen die Geste auf und feuerten lautstark das Heimteam an – mit Tröten, Trommeln und der eigenen Stimmkraft. Und der Start war verheißungsvoll: Nach drei Minuten führte die TSV mit 2:1.Fortan war in de ersten Halbzeit kaum noch etwas von einer Last fünf vorangegangener Schlappen zu merken. Vor allem Mait Patrail und Fabian Böhm drehten nach zuletzt weniger starken Auftritten  im Rückraum auf. Und die Rückkehr von Schmidt gab der Defensive Stabilität.

Mit 12:8 führten die „Recken“ nach 24 Minuten, sollte sich da eine Riesenüberraschung anbahnen? Doch die Kieler behielten die Nerven, und bei den TSV-Profis schlichen sich kleine Fehler vorne und hinten ein. Das nutzten die Gäste gnadenlos und drehten die Partie zu einer nicht mehr erwarteten 13:12-Pausenführung.

Der Vorsprung beflügelte die Kieler. Sie setzten sich nach dem Wechsel schnell auf 17:12 ab. Die „Recken“ hatten ihren Spielfaden und die Treffsicherheit komplett verloren, Casper Ulrich Mortensen warf sogar einen Siebenmeter am Tor vorbei. Wenigstens beendete er wenig später nach einem Konter in der 40. Minute eine Viertelstunde Torflaute auf TSV-Seite.

Unverdrossenen blieben trotz der ungünstigen Wende aus hannoverscher Sicht die „Recken“-Fans. Sie feuerten ihr Team nach Kräften an. Doch der Rekordmeister verteidigte den eigenen Vorteil. Eine Viertelstunde vor dem Ende hieß es 21:17 für den THW.

Hoffnung keimen ließen Kai Häfner, Patrail und Morten Olsen, die mit ihren Toren die „Recken“ auf 20:22 heranbrachten. Spannende zehn Schlussminuten folgten, in denen die Kieler sich nicht mehr absetzen konnten. Dazu trug auch Jendrik Meyer, etatmäßiger Regionalliga-Torwart, mit einigen starken Paraden bei. Er hätte sogar zum Held des Tages werden können, als er kurz vor Schluss einen Wurf von Patrick Wiencek bravourös hielt. Doch im letzten Angriff des Spiels unterlief Olsen ein Fehlpass, damit war die Chance auf den 27:27-Ausgleich dahin. Er wäre gerecht gewesen.

Tore für die TSV Hannover-Burgdorf: Böhm (7), Häfner, Kastening, Patrail (je 4), Olsen (3), ,Mortensen (2/davon 1 Siebenmeter), Hykkerud, Lehnhoff – Zeitstrafen: Hannover 1, Kiel 4 - Nächstes Spiel: MT Melsungen – TSV Hannover-Burgdorf (Mi., 19 Uhr).

Carsten Schmidt

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