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Die Recken Recken gegen Lemgo: Donnerstag gibt's ein Handballfest
Sportbuzzer Die Recken Recken gegen Lemgo: Donnerstag gibt's ein Handballfest
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19:39 20.12.2017
Schöne Siegtradition: Weihnachten 2016 bejubelten die Recken einen Erfolg über Frisch Auf Göppingen.  Quelle: Petrow
Hannover

 Besinnliche Festtage bei den Recken? Von wegen. Der Sport spielt auch rund um die Weihnachtstage die Hauptrolle. Am Donnerstagabend (Beginn um 18.30 Uhr) geht es für Kapitän Kai Häfner und Kollegen um Punkte gegen den TBV Lemgo, die Tui-Arena ist ausverkauft. Und am 26. Dezember bestreitet die TSV Hannover-Burgdorf ihr letztes Pflichtspiel 2017 bei der SG Flensburg, dem deutschen Vizemeister.

Doch die Handball-Profis sind Weihnachtsarbeit gewohnt. „Ich bin jetzt seit fast 15  Jahren aktiv, da haben wir nie Pause gehabt“, sagte Sven-Sören Christo­phersen vor der Partie gegen die Lipper. „Außerdem gibt es nach Weihnachten zwei Wochen trainingsfrei, da können wir uns dann etwas erholen.“ Diese Feststellung des Abwehrchefs betrifft allerdings nicht die Auswahlspieler, deren Teams sich für die Europameisterschaft im Januar qualifiziert haben – also Kai Häfner, Morten Olsen, Casper Mortensen und Runar Karason auf Recken-Seite. Sie steigen nahtlos in die Vorbereitungslehrgänge für das kontinentale Turnier ein.

Zunächst aber richtet sich die Konzentration aller Re­cken auf Lemgo. „Wir wollen die zwei Punkte, es ist ein besonders wichtiges Spiel“, sagte Trainer Carlos Ortega. Die Ausgangslage vor dem ersten Rückrundenspiel ist historisch gut: 26 Punkte aus 17 Spielen sowie den vierten Tabellenplatz konnten die Hannoveraner noch nie in der Bundesliga-Geschichte verbuchen. Doch im Rennen um einen Platz im Europacup wird jeder Zähler gebraucht.

Der Verlust der Cham­pions-League-Wildcard für die Bundesliga verschärft zudem den Spitzenkampf. Jetzt gibt es nur noch zwei Starter in der „Königsklasse“ und drei weitere Teilnehmer im EHF-Europacup. Sollte beispielsweise Göppingen (aktueller Liga-Elfter) den EHF-Europacup gewinnen und die HSG Wetzlar (Zehnter) oder der SC Magdeburg (Sechster) den DHB-Pokal holen, dann hätte im EHF-Europacup nur noch der Bundesliga-Dritte das Teilnahmerecht.

Die Recken wären außen vor, selbst wenn sie den vierten Tabellenrang behaupten. Und eine Teilnahme am internationalen Geschäft steht auf ihrem Wunschzettel. „Es wäre komisch, wenn wir uns angesichts der jetzigen Lage mit einem Top-Ten-Platz zu­friedengeben würden“, sagte Christophersen, „wir haben aber auch in der Vorsaison gemerkt, wie schnell man abrutschen kann.“

Die Horrorserie von 16 sieglosen Spielen im ersten Halbjahr 2017 ist Mahnung an die Recken, auch aktuell Bodenhaftung zu bewahren, zumal der heutige Kontrahent als Tabellenneunter bisher ebenfalls in der Liga überrascht hat. „Beim 29:27 im Hinspiel hatten wir Lemgo bis auf die letzten Minuten im Griff“, erinnerte sich Ortega, „doch am Donnerstag ist es ein neues Spiel.“

Es gibt aber noch einen Grund für die Recken, Vollgas zu geben. „Es werden 10 000 Leute in der Halle sein, die uns sehen wollen“, sagte Ortega, „darauf sollten wir stolz sein.“ Es wäre für die Fans nun einmal die schönste Bescherung, wenn ihre Lieblinge die Heimserie auf 19:1 Punkte ausbauen würden.

Von Carsten Schmidt

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