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14:46 26.07.2012
DER GENIESSER: Den Maschsee liebt Andreu. Auch wenn es im Tretboot sehr eng wurde.
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Hannover

Hannover. Willkommen in Hannover, Juan Andreu! Die NP hat Burgdorfs Spanier seine neue Heimat gezeigt.

Vorab ein kleiner Deutschtest: „Links, rechts, Spieler, Bratwurst.“ Vier Wörter auf Deutsch schafft er schon, sogar fast akzentfrei. Der Rest funktioniert auf Englisch. „Bratwurst kenne ich, weil es nach den Spielen immer Wurst mit Kartoffelsalat gab“, sagt er und bringt „Kartoffelsalat“ fast unfallfrei auf Deutsch raus.

Auf seinen Wunsch „bitte keine Treppenstufen, denn wir haben zweimal Training am Tag“, können wir leider keine Rücksicht nehmen. Auf gehts ins Neue Rathaus mit seinen unzähligen Stufen. Etwas mulmig wird dem ansonsten dauergrinsenden Spanier beim Bogen-Aufzug auf die 98 Meter hohe Kuppel des Gebäudes: „Sehr schön. So was haben wir in Spanien nicht.“ Kein Wunder, ist auch einmalig auf der Welt.

Oben angekommen, grinst er wieder und zeigt auf die AWD-Arena: „Da hat 96 meinen Heimatverein Sevilla rausgeworfen.“ Aus seiner Heimat ging er weg, „weil hier das Gehalt immer bezahlt wird. In Spanien war das bei 95 Prozent der Spieler nicht immer der Fall.“

Ins 96-Stadion will er trotzdem. Weil Andreu Fußball liebt und „Bayern, Dortmund oder Schalke“ sehen möchte. Der Handballer, der nächste Woche einen Sprachkursus beginnt, lernt schnell. Wieder vier neue Wörter auf Deutsch - und ab gehts zum Maschsee. Im kleinen Tretboot hat er Platzprobleme, seine 1,97 Meter und 106 Kilogramm passen gerade so rein. Andreu genießt trotzdem: „Ein See mitten im der Stadt, Wahnsinn!“ Nebenbei freut er sich, „dass ihr hier endlich Sommer habt. Ich dachte schon, Regen und Sturm sind der deutsche Sommer.“

Was er beim Gang durch die Stadt auch bemerkt: „Hier sind alle so ruhig, keiner schreit herum.“ Diese Gelassenheit kennt er aus seiner Heimat nicht: „In Spanien wird überall geschrien, im Auto, im Bus, auf der Straße.“

In der Markthalle gefällt es ihm. Vor allem, als er sein Leibgericht Paella entdeckt. Heimatgefühle kommen nur kurz auf, weil sich der spanische Koch im „La Tapa“ als Iraner entpuppt.

Vorbei an den Nanas, die Juan lachend mit älteren spanischen Frauen vergleicht, gehts zu den Herrenhäuser Gärten. „Sehr schön, sehr schön“, staunt er und sagt, dass er alles seiner Freundin Marga zeigen will. Die kommt im August aus Spanien zurück. In ein paar Jahren will er mit ihr eine Familie gründen, verrät er.

Die nächsten zwei Jahre wohnt er erst einmal in Hannover und fühlt sich auch schon heimisch. Das liegt, so sagt er, am spanischen Ahrbergviertel, das er schon entdeckt hat - auch ohne Stadtführung.

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