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Bester Mann: Casper Mortensen kann in dieser Saison machen, was er will: Der Recke trifft einfach immer, gegen Minden achtmal.

Bester Mann: Casper Mortensen kann in dieser Saison machen, was er will: Der Recke trifft einfach immer, gegen Minden achtmal.
© Foto:Petrow

Bundesliga

Handball-Recken besiegen Minden mit 36:29

Die TSV Hannover-Burgdorf knüpft in der Handball-Bundesliga nahtlos an die starke erste Saisonhälfte an. Vor 4201 Zuschauern in der Tui-Arena setzten sich die Recken mit 36:29 (16:14) gegen GWD Minden durch – dank einer deutlichen Steigerung in der zweiten Halbzeit.

Hannover. Die Erleichterung war kollektiv bei der TSV Hannover-Burgdorf. „Die zwei Punkte sind Gold wert“, sagte Geschäftsführer Benjamin Chatton nach dem 36:29 (16:14)-Sieg gegen GWD Minden. Die Recken knüpften an die starke erste Saisonhälfte an, dank einer „deutlichen Steigerung in der zweiten Halbzeit“, wie Abwehrchef Sven-Sören Christophersen betonte. „Es war ein guter Auftakt.“ Elf Spiele in Folge ist das Team von Trainer Carlos Ortega nun unbesiegt und festigte den Platz mit vorne in der Tabelle. Der Recken-Traum von Europa, er lebt weiter! Die 4201 Zuschauer in der Tui-Arena waren begeistert.

Dabei hatten die Gastgeber viel Respekt vor den Westfalen, gegen die sie im Hinspiel ein 29:29 dank eines direkten Freiwurfs von Mait Patrail in letzter Sekunde erkämpft hatten. „Wir hatten zudem eine lange Pause“, sagte Ortega, der auch darauf hinwies, dass in der Vorbereitung zahlreiche Profis wegen EM-Abstellungen und Verletzungen gefehlt hatten. Lars Lehnhoff kam wegen eines Muskelfaserrisses auch im Spiel nicht zum Einsatz. „Erst am Mittwoch konnten wir gefühlt wieder in kompletter Besetzung trainieren“, sagte Chatton.

Dennoch ging es gut los: Das erste Recken-Tor 2018 warf Casper Mortensen nach knapp einer Minute. Standesgemäß: Der dänische Linksaußen war auch gestern bester Recken-Schütze (acht Tore). Die Anfangsphase war nervös, vor allem in der Offensive war die längere Pause zu spüren. Diverse Recken-Attacken wurden überhastet abgeschlossen. Doch sie befreiten sich, wenn der Gegner dicht vorm Ausgleich war, mit Zupacken in der Defensive und Kontern. Vom Siebenmeterpunkt zeigte Timo Kastening Nervenstärke, dem Mortensen nach dem Fehlwurf zu Beginn den Vortritt ließ.

Die Pausenführung der Recken war mit 16:14 allerdings knapper als möglich. Das lag auch an einer überhasteten Offensivaktion in der Schlussminute der ersten Hälfte, die den Gästen noch einen erfolgreichen Abschluss erlaubte.

„Das wird kein Selbstläufer“, sagte der Hallensprecher zum Beginn der zweiten Hälfte. Doch die Recken straften ihn Lügen und kamen nach 36 Minuten zur ersten Fünftoreführung (21:16) durch zwei Treffer von Kastening und Mortensen in kurzem Abstand.

27:19 hieß es eine Viertelstunde vor Schluss, die nächsten zwei Zähler in der Recken-Festung waren gesichert. Und nach 50 Minuten gab es einen besonderen Moment: Nach fast einem halben Jahr Verletzungspause kehrte Pavel Atman aufs Parkett zurück. Der Russe, der eine Minute vor dem Ende sogar das 36:28 erzielte, kann noch richtig wertvoll werden.

Ganz zufrieden war Trainer Ortega aber noch nicht. „Die Abwehr muss besser werden“, sagte er. Es blieb seine einzige kritische Anmerkung.

Von Carsten Schmidt


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