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Die Recken Häfner und Mortensen bei den Recken verletzt
Sportbuzzer Die Recken Häfner und Mortensen bei den Recken verletzt
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21:00 01.03.2018
Top-Duo der Recken: Casper Mortensen (links) und Kai Häfner klatschen ab. Beide sind allerdings angeschlagen Quelle: Sielski
Hannover

Es ist eine historische Chance, die die Handball-Recken der TSV Hannover-Burgdorf in dieser Saison haben. Sie können erstmals in der Vereinsgeschichte ins Pokal-Final-Four einziehen, dazu in der Bundesliga-Tabelle so weit vorn landen wie nie. Die nächste Hürde auf beiden Wegen ist Frisch Auf Göppingen – am Sonntag (12.30 Uhr) auswärts in der Liga, am Dienstag (19 Uhr, Tui-Arena) daheim im Pokal. Doch gerade jetzt droht Hannovers Top-Duo auszufallen, die Recken-Chefs sehen sich sogar schon als Außenseiter.

Kapitän Kai Häfner hat Schmerzen am Wurfarm, bei Ballermann Casper Mortensen stimmt muskulär was nicht. „Kai hat ein bisschen Probleme am Arm nach einem Pressschlag, da haben wir keine genaue Diagnose. Darum ist es schwer zu sagen, wie es für Sonntag aussieht“, erzählt Geschäftsführer Benjamin Chatton, „Casper hat muskuläre Probleme.“ Richtig bitter: Häfner ist der größte Star im Team und ein echter Anführer, Mortensen der beste Torschütze der Bundesliga mit 157 Treffern.

„Da merkt man, auf welch dünnem Fundament das ganze Konstrukt Recken steht. Wenn wir die beiden mal rausnehmen und Morten Olsen vielleicht keinen guten Tag hat, dann sind die drei, die bisher die meisten Tore geworfen haben, plötzlich nicht da“, beschreibt Chatton das Schreckensszenario. Klar, dass auch Erfolgscoach Carlos Ortega sagt: „Ich hoffe und wünsche mir, dass das bis Sonntag ausgestanden ist und sie spielen können.“ Für Mortensen wäre Recken-Routinier Lars Lehnhoff erster Ersatz, Runar Karason würde im Rückraum für Häfner übernehmen.

Recken-Chef Chatton gibt jedenfalls vorsichtshalber die Favoritenrolle ab: „Es interessiert mich nicht, welchen Tabellenplatz jemand hat“, sagt er, „Göppingen ist ein bisschen favorisiert.“ Hoppla! Dabei stehen die Recken ganz weit oben in der Tabelle, Göppingen im Mittelfeld – näher am Keller als an Europa. Doch der Europacup-Teilnehmer kennt den Rhythmus besser mit wenigen Spielen in kurzer Zeit. Schließlich geht es innerhalb von drei Tagen zweimal gegen die Recken. „Zwei Spiele in kurzer Zeit hatten wir in dieser Saison erst einmal. Da haben wir gegen die Rhein-Neckar Löwen und Melsungen verloren. Eine leidvolle Erfahrung, da sind wir gut beraten, nicht übermütig zu werden“, fordert Chatton, „wir haben große Ziele vor uns.“

Endlich spricht mal einer über große Ziele. Dabei sind die Recken eigentlich Meister im Tiefstapeln, haben noch die Horror-Rückrunde der vergangenen Saison im Kopf. „Es ist nicht lange her, da waren wir näher an Emsdetten als an Europa“, scherzt Chatton in Anlehnung an den Zweitligisten aus Nordrhein-Westfalen.

Mittlerweile geht es nur noch um Europa und das Final Four. Gegen Göppingen werden die Weichen gestellt. „Das werden richtige schwierige Spiele Göppingen ist ein sehr unangenehmer und variabler Gegner“, sagt Ortega. Doch der größte Gegner seiner Recken sei letztlich ein anderer: „Überheblichkeit wäre unser größter Feind. Wir sind selbstbewusst, aber wir müssen immer weiter hart arbeiten.“ Dann sei (fast) alles möglich, sagt Ortega. Selbst wenn Häfner und Mortensen ausfallen sollten. „Wir spielen eben mit den Spielern, die fit sind. Ich vertraue allen zu 100 Prozent!“

Von Jonas Szemkus

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