Menü
Neue Presse | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Die Recken Der Kopf der Recken-Abwehr
Sportbuzzer Die Recken Der Kopf der Recken-Abwehr
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
19:22 19.12.2017
Der Abwehrchef mal im Angriff: Den Aufschwung der Recken hat auch Sven-Sören Christophersen eingeleitet. Quelle: Sielsk
Hannover

Ein Handball-Profi muss hart im Nehmen sein. Deshalb beantwortete Sven-Sören Christophersen am Dienstagmittag wieder frisch und aufmerksam Fragen zum Bundesliga-Spiel der TSV Hannover-Burgdorf gegen den TBV Lemgo am Donnerstag in der Tui-Arena (Anwurf ist um 18.30 Uhr). „Dem Kopf geht es gut. Ich habe am Montag eine Klausur an der Uni geschrieben, da hat oben alles funktioniert“, sagte der 32-jährige Betriebswirtschaftsstudent lachend. Christophersen war in der Begegnung gegen den TV Hüttenberg am Sonntag nach etwa 15 Minuten vom Ball voll im Gesicht getroffen worden. „Ich hatte unmittelbar danach etwas Probleme mit den Augen“, erzählte er, „das verschwand aber schnell, ich konnte ja auch weiterspielen.“

Ein Ausfall hätte Recken-Trainer Carlos Ortega schon etwas Kopfzerbrechen bereitet. Christophersen spielt eine besondere Rolle in dem Trainerkonzept einer geteilten Chefrolle. „Smöre“, so lautet der Spitzname des 1,98 Meter großen Handballers, gibt in der Abwehr den Ton an. Wenn es aber in den Angriff geht, dann macht der gebürtige Lübecker Morten Olsen Platz. Der Däne übernimmt dann die Regie, die in Tore münden soll.

Diese Zweierbesetzung in der Rückraum-Mitte entspricht eigentlich nicht dem Ideal Ortegas. „Der Trainer setzt auf Handballer, die sowohl defensiv als auch offensiv einsetzbar sind“, erzählte Christophersens Kollege Mait Patrail vor einigen Wochen, „er wechselt nicht gern in den Formationen durch.“ Dass er bei Olsen und Christophersen eine Ausnahme macht, darin steckt auch eine besondere Wertschätzung für deren spezielle Fähigkeiten.

„Smöre“ beschränkt sich allerdings auch gezwungenermaßen auf die Abwehrrolle. „Ich bin in den vergangenen Jahren von Verletzungen heimgesucht worden“, sagte er. Insbesondere mit der Hüfte hat er Probleme. „Die Drehbewegungen bei den Würfen und die Sprünge klappen nicht mehr so wie früher“, sagte Christophersen. Das hemmt seine Möglichkeiten im Angriff, in der Abwehr aber kann er „be­schwerdefrei“ zupacken. „Ich habe das mit dem Trainer zu Beginn der Vorbereitung besprochen“, sagte der Rückraumspieler. Und Ortega vertraute „Smöre“ die Abwehrorganisation an – und schlug zwei Fliegen mit einer Klappe, weil der Däne Olsen in der Offensive we­sentlich effektiver agiert als in der Abwehr.

Auch dank der Spezialisierung auf die Abwehr konnte Christophersen 16 der17 Saisonpartien absolvieren. „Einmal hatte ich eine kleine Sache in der Wade, da habe ich vorsichtshalber ein Spiel aussetzen müssen“, sagte er. Es war das Duell mit MT Melsungen in Kassel. Die Ursache der dortigen 29:31-Niederlage lag auch in „Smöres“ Fehlen, die Recken-Defensive bekam in der Begegnung keinen Zugriff auf die Melsunger Angreifer.

Christophersen gab am Dienstag auch die Richtung für das Jahresfinale vor. „Wir konzentrieren uns zu 100 Prozent auf das Spiel gegen Lemgo“, sagte er. Der Schlager beim Tabellenzweiten SG Flensburg am zweiten Weihnachtsfeiertag spiele bisher überhaupt keine Rolle: „Wir trainieren noch am 23., 24. und 25. Dezember, da haben wir ausreichend Zeit.“

Christophersen betonte darüber hinaus: „Wir sind gewarnt.“ Die Lemgoer gelten wie die Recken als Überraschungsmannschaft der Bundesliga, der vorjährige Abstiegskandidat hat sich in dieser Saison im gesicherten Mittelfeld etabliert.

„Im Hinspiel haben wir zwischendurch klar geführt, dann aber nur mit zwei Toren gewonnen“, sagte Christo­phersen. Der Abwehrchef warnte: „Solch einen Schlen­drian darf es am Donnerstag nicht geben.“

Von Carsten Schmidt

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 00:00 und 07:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!
Die Recken TSV Hannover-Burgdorf - Viel Spaß mit Mortensen

Der Däne avanciert zum derzeit besten Torschützen in der Handball-Bundesliga. Er verkörpert wie kein Zweiter den Aufschwung der Recken.

18.12.2017

Die Handball-Recken der TSV Hannover-Burgdorf haben am Sonntag ihre Pflichtaufgabe erledigt. Gegen Aufsteiger Hüttenberg feierte das Team von Trainer Carlos Ortega in der Swiss-Life-Hall einen 32:25 Sieg. Überragend: Casper Mortensen mit 13 Toren.

17.12.2017

Rückraumspieler Runar Karason verspricht einen Sieg gegen Hüttenberg. Er freut sich auf seine neue Aufgabe in Dänemark.

15.12.2017