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Die Recken Bahn frei für die Recken
Sportbuzzer Die Recken Bahn frei für die Recken
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13:26 21.02.2018
Erfolgsgeschichte: Die Recken Torge Johannsen, Kai Häfner, Casper Mortensen und Ilija Brozovic (von rechts) klatschen in Stuttgart mit den mitgereisten Hannover-Fans ab. Quelle: imago
Stuttgart

Eigentlich wollten sie mit dem ICE zum Spiel nach Stuttgart. Doch der gebuchte Zug fiel kurzfristig einfach aus. Stattdessen ging’s in einer Bimmelbahn zum TVB. Per Intercity. „Immerhin fuhr der direkt durch“, erzählt Recken-Geschäftsführer Benjamin Chatton, „aber die reservierten Plätze gab es natürlich nicht.“ Statt komfortabler Anreise in der ersten Klasse schnappten sich die Recken-Stars die letzten freien Sitzplätze in der zweiten Klasse. „Das war irgendwie ziemlich bescheuert“, sagt Kreislauf-Brecher Evgeni Pevnov (1,98 Meter, 114 Kilo) und lacht. „Und dann gab es auch noch eine Vollbremsung, weil irgendein Typ die Notbremse gezogen hat. Eigentlich sprach alles gegen den Tag.“ Aber eben nur eigentlich!

Wegen der Verzögerung wa­ren die Recken sogar nur „eine Stunde und 15 Minuten vor Anpfiff in der Halle“, verrät Trainer Carlos Ortega. Was andere aus der Ruhe bringt, lässt den Erfolgscoach völlig kalt. „Keine große Sache“, kommentiert Ortega und fügt scherzend hinzu: „Aber nach der Aktion hätten wir eine gute Ausrede gehabt.“

Doch Ausreden brauchen die Recken in dieser Saison beim besten Willen nicht. Sie sind stärker denn je. Spielerisch, vor allem aber auch mental. Auch Kellerteam Stuttgart hielt engagiert dagegen – doch die Recken legten jedes Mal eine Schippe drauf, wenn es knapp zu werden drohte. „Irgendwie hatte ich nie das Gefühl, dass wir wirklich in Bedrängnis geraten könnten“, findet auch Pevnov, der gegen den TVB dreimal traf.

Das neue Selbstvertrauen der Recken hat sie auf Rang zwei geführt. Das wäre sogar ein Champions-League-Platz. Europa winkt, doch „das ist bei uns wirklich überhaupt kein Thema“, sagt Pevnov, „wir haben keine großen Pläne. Wir denken ganz ernsthaft von Spiel zu Spiel.“

Recken-Chef Chatton hört’s gern. Denn die Zielsetzung bleibt (offiziell) die alte: „Wir wollen in die Top 10.“ Nichts mit Europa-Euphorie. Doch zumindest die Ansprüche sind schon neu. Und das Selbstverständnis: „Wir haben eine breite Brust“, sagt Pevnov – „in jedem Spiel. Egal, wo wir hinfahren oder wer herkommt.“ Am kommenden Donnerstag (19 Uhr, Tui-Arena) soll das der große THW Kiel zu spüren bekommen.

Von Jonas Szemkus

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