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Hier feiern die Recken ihren Sieg gegen Lemgo. In der Mitte der neunfache Torschütze Caspar Mortensen.

Hier feiern die Recken ihren Sieg gegen Lemgo. In der Mitte der neunfache Torschütze Caspar Mortensen.
© Petrow

Handball-Bundesliga

27:25! Recken bezwingen auch Lemgo

Gut 36 Minuten hat es gedauert, dann war die Recken-Welt wieder in Ordnung. Der Kapitän höchst persönlich hatte dafür gesorgt. Kai Häfner traf zur ersten Führung (16:15) für die TSV Hannnover-Burgdorf.

Hannover. Gut 36 Minuten hat es gedauert, dann war die Recken-Welt wieder in Ordnung. Der Kapitän höchst persönlich hatte dafür gesorgt. Kai Häfner traf zur ersten Führung (16:15) für die TSV Hannover-Burgdorf. Auch wenn es danach weiter kein Selbstläufer war, so ging von da an alles seinen erwarteten Weg. Der Handball-Bundesligist hatte das Spiel gegen den TBV Lemgo gedreht – auch weil Trainer Carlos Ortega die Taktik auf zwei Kreisläufer umstellte. Die Partie nahm damit den erwarteten Lauf, die Recken gewannen mit 27:25 (11:13).

9750 Zuschauer in der ausverkauften Tui-Arena feierten erst einige zauberhafte TSV-Tore, dann mit La Ola und schließlich ausgiebig ihre Lieblinge – und die Spieler mit ihnen. „Oh, wie ist das schön“, dröhnte es aus den Arenaboxen.

„Lemgo hat sehr intelligent gespielt und hat es uns sehr schwer gemacht“, sagte TSV-Trainer Carlos Ortega. „Insgesamt bin ich sehr glücklich über unsere unglaublich erste Saisonhälfte.“ Und Geschäftsführer Benjamin Chatton fügte an: „Glückwunsch an beide Mannschaften, 9700 Zuschauer haben ein spannendes Spiel gesehen.“

Mit dem Erfolg unterstrich die TSV die tolle, einzigartige Saison, die sie spielt. Der Club ist weiter ganz oben in der Tabelle dabei und darf auf internationalen Handball im nächsten Jahr hoffen. Dazu bauten die Recken ihre tolle Heimserie auf 19:1-Punkte aus, so gut ist kein anderer Bundesligist.

Anders als sonst so oft, als Bundesliga-Torschützenkönig Casper Mortensen mit seinen Treffern (diesmal waren es neun) im Alleingang für Beruhigung sorgte, machte ihm diesmal einer Konkurrenz, um den es zuletzt ruhiger geworden ist. Torge Johannsen, lange Kapitän der Recken, traf gestern nach Belieben. Am Ende freute er sich über sechs Treffer. Ein weiterer Garant des Sieges: der bärenstarke Torwart Martin Ziemer.

96-Trainer André Breitenreiter hatte bei der Anfahrt zum Spiel im Stau gestanden und es gerade so zum Anpfiff geschafft. Und auch die Recken schienen anfangs irgendwie im Stau zu stecken, sie fanden überhaupt nicht in die Partie. Bis zum ersten Recken-Tor dauerte es fast vier Minuten, bis zum zweiten weitere dreieinhalb, beim dritten war sogar schon 14:25 auf der Arenauhr zu lesen.

Die Recken ließen in dieser Phase fast alles vermissen, was sie im bisherigen Saisonverlauf so oft ausgezeichnet hatte. Fehlerhaft in der Abwehr – und fahrlässig im Angriff. Mehrere Fehlversuche von Olsen und Häfner (er schaffte erst kurz vor der Halbzeit sein erstes Tor) waren die Folge, auch weil die TBV-Abwehr sehr gut eingestellt war. Zudem reagierte Peter Johannesson im TBV-Tor einige Male prächtig

Dank einer klaren Leistungssteigerung in Hälfte zwei bogen die Hausherren in der Recken-Festung die Partie, schlossen damit das Heimspieljahr überragend ab und fahren nun am 2. Weihnachtstag zum Topspiel nach Flensburg. Mal sehen, ob das Weihnachtsmärchen eine Fortsetzung bekommt.

Von Jörg Grußendorf


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