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Didier Ya Konan (l) erzielt für Hannover den erlösenden Siegtreffer in der Nachspielzeit. Photo: Peter Steffen

Didier Ya Konan (l) erzielt für Hannover den erlösenden Siegtreffer in der Nachspielzeit. Photo: Peter Steffen

Fußball

Ya Konan beschert 96 Sieg in der Nachspielzeit

Im eiskalten Helsingborg hat sich Hannover 96 zu einem Sieg in der Europa League gezittert. In einer turbulenten Nachspielzeit sicherte Didier Ya Konan (90.+3) mit seinem Tor den glücklichen 2:1 (1:0)-Sieg beim schwedischen Meister und Pokalsieger Helsingborg IF.

Helsingborg. Nur zwei Minuten zuvor hatte Alvaro den Ausgleich für die Gastgeber erzielt. Mame Diouf hatte Hannover in der Partie bei niedrigen Temperaturen und phasenweise Schneefall schon in der zwölften Minute in Front gebracht.

Durch den zweiten Erfolg im dritten Spiel verteidigte der Fußball-Bundesligist mit sieben Punkten seine Führung in der Gruppe L vor UD Levante (6), Twente Enschede (2) und den Schweden (1) aus und machte einen Riesenschritt Richtung Zwischenrunde. Großes Manko der Niedersachsen war vor nur 8300 Zuschauern - darunter 3000 Fans aus Hannover - die schlechte Chancenauswertung - die sich beinahe rächte. "Es ist ärgerlich, wenn man so gut da steht und dann in der Nachspielzeit den Ausgleich kassiert", beschrieb 96-Verteidiger Christian Schulz die dramatischen Schlussminuten. "Dann noch einmal zurückzukommen. es gibt nicht viel, viel Schöneres."

Trainer Mirko Slomka hatte voll auf Offensive gesetzt. Er beorderte Diouf und Mohammed Abdellaoue in die Spitze, Ya Konan unterstützte die beiden dahinter. Im Mittelfeld sollten Sergio da Silva Pinto und Szaboics Huszti das Angriffsspiel organisieren.

Slomkas Taktik ging auf. Von Beginn an hatten die Niedersachsen die Partie im Griff. In der 12. Minute machte sich die Überlegenheit schon bezahlt: Nach einem Eckball von Huszti ließ Diouf mit seinem Kopfball Helsingborgs Keeper Pär Hansson keine Chance.

Danach nahm sich Hannover eine kleine Auszeit, ohne aber von den Schweden in Bedrängnis gebracht zu werden. Als die Gäste das Tempo wieder anzogen, kamen sie zu weiteren Chancen. Nur der erfolgreiche Torabschluss fehlte: Einen Kopfball von Mario Eggimann (25.) nach einem erneuten Eckball von Huszti parierte Hansson, Husztis Schuss (34.) flog nur um einen halben Meter vorbei.

Abstimmungsprobleme gab es ab und zu in Hannovers umformierter Abwehr. Schulz, erstmals seit seiner Verletzung im August wieder dabei, musste den gesperrten Karim Haggui ersetzen und bildete mit Eggimann die Innenverteidigung. Gefährlich wurde es in der Halbzeit eins nur einmal: Nikola Djurdjic (40.) köpfte aus kurzer Entfernung Nationaltorhüter Ron-Robert Zieler an.

Auch nach dem Wechsel änderte sich das Bild nicht. Hannover dominierte, ging aber leichtfertig mit seinen Möglichkeiten um. Gleich zweimal binnen weniger Sekunden scheiterten Diouf und Huszti (51.) kläglich am starken Helsingborg-Schlussmann Hansson.

Die Nachlässigkeiten des Bundesligisten rächten sich. Bei zunehmenden Schneefall verlor 96 mehr und mehr den Durchblick: Djurdjic (59.) verzog aus aussichtsreicher Position, erneut Djurdjic, Alvaro und Alejandro Bedoya (73.) vergaben eine Dreifach-Möglichkeit, wieder Alvaro setzte den Ball per Kopf knapp neben den Pfosten (82.). In der Nachspielzeit machte er es besser und sorgte mit seinem Treffer für Jubel bei den Schweden. Doch Hannover schlug durch Ya Konan zurück.

dpa


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