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Münchens Florian Kettemer (vorn) versucht die Kontrolle über den Puck gegen Lubor Dibelka von den Grizzlys Wolfsburg zu behaupten.

Münchens Florian Kettemer (vorn) versucht die Kontrolle über den Puck gegen Lubor Dibelka von den Grizzlys Wolfsburg zu behaupten. © Andreas Gebert

Eishockey

Wolfsburg schlägt mit 2:1-Sieg im DEL-Finale zurück

Die Grizzlys Wolfsburg holen im zehnten DEL-Finalspiel ihren ersten Sieg überhaupt. In der Endspielserie gegen den EHC Red Bull München steht es nur noch 1:2 aus Wolfsburger Sicht. Am Samstag geht es bei den Grizzlys weiter.

München. Die Grizzlys Wolfsburg haben das dritte Finalspiel in der Deutschen Eishockey Liga (DEL) gegen Titelverteidiger EHC Red Bull München gewonnen und den Meisterkampf wieder spannend gemacht.

Die Mannschaft von Trainer Pavel Gross drehte beim 2:1 (0:1, 2:0, 0:0) einen Rückstand und verkürzte in der Serie auf 1:2. Für die Grizzlys war es bei der dritten Finalteilnahme nach 2011 und 2016 im insgesamt zehnten Spiel der erste Sieg überhaupt.

"Jetzt haben wir unseren ersten Finalsieg. Ich hoffe, dass das der Dosenöffner für uns war", sagte Wolfsburgs Matchwinner, Torhüter Felix Brückmann. Vor 6142 Zuschauern brachte Keith Aucoin (8. Minute) die Münchner, die die ersten beiden Gipfeltreffen noch jeweils mit 3:2 gewonnen hatten, verdient in Führung. Die giftigen Wolfsburger kämpften sich dank der Tore von Stephen Dixon (23.) und Brent Aubin (34.) jedoch wieder in die Serie zurück. Somit haben die Grizzlys am Samstag (19.30 Uhr) in eigener Halle die Chance, im vierten von maximal sieben Partien den Ausgleich herzustellen.

"Wenn wir weiter so spielen, wird das eine ganz enge Serie bis zum Schluss", sagte Brückmann, der seinem Team mit vielen Paraden nach der Führung den Sieg rettete. "Die haben halt Felix Brückmann im Tor gehabt", lobte auch Brückmanns Nationalmannschaftskollege Konrad Abeltshauser vom EHC. Die Gastgeber gingen von Beginn an hohes Tempo und ließen die Niedersachsen kaum zum Luftholen kommen.

Die Führung durch Aucoin war folgerichtig. Erst als EHC-Verteidiger Florian Kettemer spät im ersten Drittel auf die Strafbank musste, fanden die Grizzlys ein wenig ins Spiel. Doch selbst in Unterzahl agierten die Münchner entschlossen und souverän.

Mit einer Zeitstrafe gegen Jon Matsumoto startete der EHC in den zweiten Abschnitt. Das Power Play verteidigten die Hausherren auch diesmal effektiv, doch wenige Sekunden später glich Dixon mit einem Abstauber aus. Der Titelverteidiger musste sich erst wieder fangen, konnte jedoch nicht einmal von einer Fünf-Minuten-Strafe gegen Wolfsburgs Verteidiger Jeffrey Likens (27.) nach einem harten Check gegen Maximilian Kastner profitieren.

Stattdessen nutzte Aubin die Verwirrung vor dem Gehäuse von Goalie aus den Birken und legte für die aufdrehenden Wolfsburger nach dem Videobeweis vor. Das Duell wurde giftiger, die Unterbrechungen samt Zeitstrafen gegen den Meister häuften sich.

Im letzten Drittel bäumte sich der EHC vehement auf und zog das kraftvolle Spiel wie im ersten Abschnitt auf. Doch die Gäste aus Niedersachsen hielten diesmal dem Druck stand und durften ihren ersten Sieg in einer DEL-Finalserie bejubeln.

dpa


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