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Fritz Dopfer führte souverän zur Halbzeit und hatte beste Chancen auf seinen ersten Weltcup-SDieg.

Fritz Dopfer führte souverän zur Halbzeit und hatte beste Chancen auf seinen ersten Weltcup-SDieg. © Johann Groder

Ski alpin

Wieder kein Sieg für Alpin-Ass Dopfer: "Blick nach vorne"

Fritz Dopfer muss weiter auf seinen ersten Weltcup-Sieg warten - dabei standen die Chancen im 125. Rennen seiner Karriere gut wie nie. Der 28-Jährige schluckt die Enttäuschung in Japan runter und gibt sich betont zuversichtlich.

Yuzawa Naeba (dpa) - Auch die deutlichste Halbzeitführung seiner Karriere reichte Fritz Dopfer nicht zum ersten Weltcup-Sieg.

Mehr als eine halbe Sekunde Vorsprung hatte der Skirennfahrer beim Riesenslalom in Yuzawa Naeba nach dem ersten Durchgang - am Ende fehlten ihm auf Sieger Alexis Pinturault aus Frankreich aber satte 1,45 Sekunden. Als Dopfer sich im Ziel erschöpft auf die Skistöcke stützte, leuchtete auf der Anzeigetafel Rang sieben.

"Der Rückstand speziell macht mich schon etwas stutzig. Aber es ist das erste Mal top zehn heuer, der Blick geht nach vorne. Es kommen ja noch einige Riesenslaloms", sagte Dopfer in Japan und zeigte dabei seinen unerschütterlichen Zweckoptimismus.

Dopfers bestes Riesentorlauf-Resultat in diesem Winter war dennoch nur ein schwacher Trost für den Deutschen Skiverband. Rang 15 von Felix Neureuther und Platz 21 von Stefan Luitz taugten auch nicht zum Stimmungsaufheller vor dem Slalom am Sonntag (02.00/05.00 Uhr MEZ). Zum dritten Mal war der 28-jährige Dopfer als schnellster des ersten Laufs in den zweiten Durchgang gestartet - so heftig wie in Asien war der Zeitverlust im Finale aber noch nie. "Ich war schon überrascht, dass ich so weit hinten bin", gestand der WM-Zweite im Slalom. "Ich habe aber schon gemerkt, dass es nicht optimal ist."

In Adelboden fehlten Dopfer vor etwas mehr als einem Jahr am Ende 0,02 Sekunden und er wurde Zweiter. In Kitzbühel Ende Januar beendete Dopfer den Slalom auf Rang drei. Von einem Podestplatz war er nach der zweiten Fahrt über die durch zweistellige Plusgrade ramponierte Piste allerdings weit entfernt. Auf den Franzosen Mathieu Faivre auf Rang Zwei fehlten ihm 0,94 Sekunden, auf den Italiener Massimiliano Blardone als Drittem noch immer 0,78 Sekunden.

Ausreden suchte Dopfer nicht. "Der Wind war es nicht, auch keine äußeren Bedingungen. Es war einfach ich selber, der im zweiten Lauf nicht so die Leistung gebracht hat. Da heißt es jetzt dran bleiben", meinte er nach dem ersten Weltcup-Rennen in Japan seit fast zehn Jahren.

Der Zutritt zum exklusiven Kreis der deutschen Weltcup-Sieger bleibt Dopfer weiter versperrt. Und auch die Liste der deutschen Riesenslalom-Sieger bleibt übersichtlich: 1973 gewann Max Rieger in Mt. St. Anne, 2014 holte Neureuther in Adelboden Rang eins. Davon war der 31-Jährige in Asien aber noch weiter entfernt als Dopfer und ging enttäuscht aus dem Zielraum.

dpa


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