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SCHIEBT ER HANNOVER-BURGDORF ZUM KLASSENERHALT? Trainer Frank Carstens, der am Saisonende zum SC Magdeburg wechselt.

SCHIEBT ER HANNOVER-BURGDORF ZUM KLASSENERHALT? Trainer Frank Carstens, der am Saisonende zum SC Magdeburg wechselt.© Petrow

NP-Interview mit dem Trainer der TSV Hannover-Burgdorf

Was Frank Carstens Sorgen macht

Für den Handball-Bundesligisten TSV Hannover-Burgdorf und Trainer Frank Carstens endet am Mittwoch mit dem Heimspiel gegen FA Göppingen (20.15 Uhr, AWD-Hall) die EM-Pause. Carstens, der nach der Saison zum SC Magdeburg wechselt, ordnet einem Ziel alles unter: den Klassenerhalt mit Burgdorf.

VON MICHAEL LANGE

Herr Carstens, macht Ihnen eigentlich der Gedanke Sorge, was mit Ihnen passieren könnte, wenn Ihr Team mit einer Niederlagenserie in die Rückrunde startet?

Na klar macht mir das Sorgen. Ich kann ja nicht wissen, was passiert, wenn wir vier-, fünfmal hintereinander verlieren. Ich weiß aber, was ich gesagt habe, und ich kenne auch die Aussagen des Klubs, nachdem ich in Magdeburg unterschrieben hatte. Ich kann jetzt nur noch so akribisch wie möglich arbeiten, um die fünf Siege, die wir noch brauchen, zu erreichen. Alles andere liegt nicht in meiner Hand. Fest steht aber: Ich werde eher umfallen, als damit aufzuhören, für die TSV zu arbeiten.

Drucksituationen hat Ihre Mannschaft auch schon in der Hinrunde überstanden, allerdings da und dort auch Punkte liegen lassen …

Das ist wohl wahr. Aber immer dann, wenn der Druck am größten war, haben wir zu unserer Leistung gefunden – ich denke da an das Dormagen-Spiel, das war schon eine wahnsinnige Situation. Das ist auch das, was ich bei der Mannschaft immer wieder in Erinnerung rufe: dass sie unter Druck funktioniert und auch zu positiven Ausreißern in der Lage ist, wie gegen Lemgo.

Hat sich das Verhältnis zwischen Ihnen und der Mannschaft geändert, nachdem Ihr Wechsel bekannt geworden ist?

Natürlich ändert sich dadurch was, da und dort gibt es beispielsweise schon mal eine Frotzelei. Aber wenn es um die Sache geht, sind wir zu 100 Prozent konzentriert. Man kann sagen, dass wir nach wie vor völlig auf den Klassenerhalt fokussiert sind. Wir wollen diese Ziel erreichen, unbedingt.

Wie hat Ihnen die Vorbereitung gefallen?

Ich glaube, wir haben eine gute Vorbereitung gehabt. Wir haben uns vorgenommen, mal ein paar taktische Neuerungen zu versuchen. Im Angriff wird es einige Änderungen geben, auch in der Abwehr werden wir da und dort vom bisherigen 6:0 abweichen. Das hat in der Vorbereitung nach einigen Holprigkeiten immer besser geklappt, besonders natürlich beim 31:30 im Test gegen unseren Bundesligarivalen Nettelstedt.

Göppingen gilt als die Überraschungsmannschaft der Saison …

Ihr Tempospiel, die erste und zweite Phase, ist überragend, das war auch der Unterschied im Hinspiel. Unsere Chance liegt darin, dass wir ein paar überraschende Dinge in petto haben. Und natürlich in unserer Halle und unserem Publikum, damit haben wir auch schon andere Teams überrascht – auf die Atmosphäre in der AWD-Hall freut sich die Mannschaft schon richtig.

Wo sehen Sie die TSV Hannover-Burgdorf in zwei, drei Jahren?

Das kann ich nicht beurteilen, denn natürlich bin ich in der aktuellen Entwicklung nicht eingebunden. Aber ich hoffe und arbeite dafür, dass es den Bundesliga-Standort Hannover auch noch in zwei, drei Jahren geben wird. Die Möglichkeiten dazu hat Hannover auf jeden Fall, die Voraussetzungen sind absolut gegeben.

Und wo sehen Sie den Trainer Frank Carstens in drei Jahren?

Ich habe beim SC Magdeburg einen Vertrag bis zum 30. Juni 2013. Mein Ziel ist, den SCM bis dahin wieder ins obere Tabellendrittel der Bundesliga zu führen.


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