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Innerhofer rast die Piste hinunter.

Innerhofer rast die Piste hinunter. © Peter Schneider

Ski alpin

Vonn zurück an der Spitze - Auch Innerhofer gewinnt

Maria Höfl-Riesch hat zwei Wochen vor der WM kein Wettkampfglück. Wie in Flachau kam sie auch in Cortina d'Ampezzo nicht ins Ziel. Lindsey Vonn dagegen schaffte schon im dritten Rennen nach ihrer Pause einen Sieg.

Cortina d'Ampezzo. Den Abfahrtsklassiker in Wengen gewann Christof Innerhofer.

Nach dem zweiten Ausfall nacheinander und der verhagelten Abfahrtsgeneralprobe zwei Wochen vor den Weltmeisterschaften war Höfl-Riesch etwas ratlos. "Wenn ich es wüsste, dann würde ich an den Schräubchen drehen, dann würde es auch wieder leichter gehen. Aber es ist nicht immer so einfach zu analysieren und zu erklären", sagte die 28 Jahre alte Skirennfahrerin aus Partenkirchen nach dem Nuller in Cortina d'Ampezzo.

"Es braucht halt jetzt mal wieder ein richtiges Erfolgserlebnis, dann wird es auch wieder leichter von der Hand gehen." Schon am Dienstag in Flachau hatte sie ein Fehler kurz vor dem Ziel im Slalom den möglichen zweiten Weltcupsieg der Saison gekostet. Auch in Wengen mussten die deutschen Starter Ausfälle verkraften: Stephan Keppler und Josef Ferstl stürzten beim Sieg von Christof Innerhofer (Italien). Andreas Sander kam als einziger Deutscher ins Ziel und belegte Rang 32.

Während Lindsey Vonn in Italien in ihrem dritten Rennen nach vierwöchiger Weltcup-Pause wieder ganz oben auf dem Treppchen stand und ihre Freundin trösten konnte, hat Höfl-Riesch kurz vor dem Saisonhöhepunkt in Schladming kein Wettkampfglück. "Im Prinzip hab' ich jetzt nichts zu verlieren in der nächsten Zeit. Ich fahr um keine Kugel im Moment. Es kann eigentlich nur noch aufwärtsgehen", meinte die Doppel-Olympiasiegerin.

Veronique Hronek kam auf Platz 26, Viktoria Rebensburg war auf Rang 14 beste Deutsche. "Natürlich wäre ich gern ein bisschen schneller gefahren. Es fehlen noch ein paar Kleinigkeiten in der Abfahrt", sagte Rebensburg. "Ich komme da schon näher, aber mein Fokus liegt eher auf dem Super-G." Für das Rennen am Sonntag ist allerdings schlechtes Wetter vorhergesagt.

Geht es nach Höfl-Riesch, sollte man die jüngsten Resultate mit Blick auf die Weltmeisterschaften nicht überbewerten: "Da sind noch zwei Wochen hin, wir haben noch Zeit zu trainieren, also im Hinblick auf die WM spielt das keine Rolle."

Tina Maze dagegen wird die letzte Abfahrt vor den Titelkämpfen gerne als gutes Omen nehmen. "Ich komme immer näher. In St. Anton war ich Vierte, jetzt Zweite, das ist sehr gut", sagte die Slowenin. Auf Vonn fehlten ihr 0,43 Sekunden. "Ein zweiter Platz in meiner schlechtesten Disziplin, das ist unglaublich." Der Vorsprung im Gesamtweltcup beträgt nun 670 Zähler auf Höfl-Riesch.

Unverändert 108 Punkte groß ist der Rückstand von Aksel Lund Svindal auf Marcel Hirscher aus Österreich. Der Norweger stürzte in Wengen, verletzte sich aber dem Anschein nach nicht. "Ich glaube, es ist gut gegangen", sagte der Super-G-Olympiasieger. Am Sonntag kann Hirscher seinen Vorsprung beim Slalom in der Schweiz nun weiter ausbauen.

Vonn dagegen verkürzte den Rückstand auf Maze um 20 Punkte, ist in der Wertung für die große Kristallkugel aber immer noch Vierte. Dass ihre Stimmung in Cortina trotzdem prächtig war, lag auch an Teamkollegin Leanne Smith, die als Dritte ebenfalls auf dem Treppchen stand und zur starken Gesamtbilanz der US-Damen von 16 Podestplätzen in dieser Saison beitrug. "Das ganze Team fährt außergewöhnlich gut. Ich denke, wir werden in Schladming eine tolle Zeit haben. Es gibt einiges, auf das wir uns freuen können", sagte Vonn.

Ob sie dann in allen Disziplinen an den Start geht, ließ sie am Samstag offen. "Ich werde nach Maribor gehen, aber seit St. Moritz habe ich keinen einzigen Tag Slalom trainiert", sagte die 28-Jährige. "Das könnte das einzige sein, was ich für diese Saison voll weglasse."

dpa


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