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Anne Haug überquert als erste die Ziellinie.

Anne Haug überquert als erste die Ziellinie. © Delly Carr

Triathlon

Triathletin Haug siegt bei WM-Start

Anne Haug hat dem Erwartungsdruck standgehalten und ist optimal in die World Triathlon Series gestartet. Die Münchenerin gewann das erste WM-Rennen des Jahres im neuseeländischen Auckland.

Auckland. Nach 1,5 Kilometern Schwimmen, 40 Kilometer Radfahren und 10 Kilometer Laufen setzte sich die WM-Zweite des Vorjahres nach einem langgezogenen Schlussspurt gegen die starke Niederländerin Maaike Caelers durch. Dritte wurde die Australierin Felicity Abram. "Ich bin überwältigt und total zufrieden", sagte Haug.

Die 30-Jährige wiederholte damit ihren Erfolg an gleicher Stelle von vor viereinhalb Monaten. Damals hatte sie das letzte WM-Rennen des Jahres ebenfalls gewonnen und sich hinter der Schwedin Lisa Norden Platz zwei in der Gesamtwertung gesichert. Ihre gute Form hatte Haug bereits bei ihrem Sieg auf der ersten Station des nicht so hoch bewerteten Weltcups Mitte März im australischen Mooloobala gezeigt.

Für die deutschen Männer lief das Rennen am anderen Ende der Welt durchwachsen. Bester Vertreter der Deutschen Triathlon Union war Jan Frodeno als Neunter, der bis zu einer Reifenpanne beim Radfahren das Geschehen mitbestimmte. Das Malheur und die Aufholjagd kosteten dem 2008-Olympiasieger zuviel Zeit und Kraft. Sieger wurde der Olympia-Dritte Javier Gomez, der mit dem zweitplatzierten Mario Mola einen spanischen Doppelerfolg feierte. Joao Silva aus Portugal wurde Dritter.

Für Gomez war es der vierte Sieg hintereinander in Auckland. Der britische Olympiasieger Alistair Brownlee und sein Bruder und Weltmeister Jonathan fehlten zum WM-Auftakt und wollen erst auf der zweiten Station in zwei Wochen in San Diego antreten.

Außer Frodeno schaffte kein anderer Deutscher den Sprung unter die Top Ten. Der 23 Jahre alte Potsdamer Franz Löschke wurde guter 13., der Saarbrücker Gregor Buchholz landete auf Platz 15. Einen schwachen Tag erwischte als 21. Steffen Justus aus Saarbrücken.

Anne Haug durfte indes zufrieden sein, dass sie den Ansprüchen gerecht geworden war. Das Rennen verlief typisch für sie: Nach dem Schwimmen lag Haug rund 40 Sekunden hinter der Spitze. Doch schon nach fünf Kilometern auf dem Rad hatte sie den Rückstand auf dem anspruchsvollen Kurs aufgeholt. Und auch auf der Laufstrecke bestimmte sie das Tempo.

Die Entscheidung fiel erst einen Kilometer vor dem Ziel, als sie mit einem langgezogenen Spurt ihre Verfolgerin Caelers abhängen konnte. "Dieser letzte Kilometer fühlte sich eher wie zwei Kilometer an, das waren mit die härtesten 1000 Meter, die ich je gelaufen bin", sagte Haug. Im Ziel lag sie zwei Sekunden vor der Niederländerin.

Ein starkes Rennen bot über weite Strecken auch Anja Knapp aus Dettingen - trotz eines Tritts in den Magen beim Schwimmen. Die 24-Jährige lag bis auf den ersten Metern beim Laufen mit an der Spitze. Sie konnte das Tempo am Ende aber nicht halten und wurde 19. vor der 37-jährigen Anja Dittmer aus Neubrandenburg.

dpa


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