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Torschütze Vedad Ibisevic (v) ist von seinen jubelnden Stuttgarter Kollegen umringt.

Torschütze Vedad Ibisevic (v) ist von seinen jubelnden Stuttgarter Kollegen umringt. © Angelika Warmuth

Fußball

Stuttgart siegt in Hamburg 1:0 - Ibisevic trifft

Der VfB Stuttgart hat die Erfolgsserie des Hamburger SV in der Fußball-Bundesliga beendet. Die Schwaben gewannen in der letzten Begegnung des achten Spieltages mit 1:0 (1:0) beim HSV.

Hamburg. Der Bosnier Vedad Ibisevic (30.) erzielte das Tor des Tages vor 53 121 Zuschauern in der Hamburger Arena für das Team Trainer Bruno Labbadia. Zuvor hatten die Hamburger in vier Spielen zehn Punkte geholt. Statt Europapokal-Platz heißt es für die Hanseaten nun weiter Mittelmaß. "Das holt den einen oder anderen wieder runter, der schon wieder an die Europa League denkt. Wir wollen realistisch bleiben. Unser Ziel sind die Top Ten", meinte HSV-Trainer Thorsten Fink.

Mit seinem vierten Saisontreffer zerstörte VfB-Torgarant Vedad Ibisevic in der 30. Minute alle HSV-Hoffnungen auf den Sprung in die oberen Tabellengefilde. Zugleich beendete der Bosnier zwei Wochen nach der spektakulären Wutrede von Bruno Labbadia im Anschluss an das Leverkusen-Spiel vorerst alle Trainer-Diskussionen bei den Schwaben. Durch den hochverdienten zweiten Auswärtserfolg nacheinander verbesserten sie sich mit neun Punkten auf Rang zwölf, zwei Plätze hinter dem HSV (10).

"Der Sieg tut uns sehr gut. Das war heute eine sensationelle Leistung. Wir haben in allen Belangen den HSV beherrscht", lobte der VfB-Coach, dessen Vertragsverlängerung laut Sportdirektor Fredi Bobic nur eine Frage der Zeit sei. "Ich bin heute ein wenig stolz auf die Mannschaft, wie sie mit dem Druck umgegangen ist. Das war heute in guter Schritt." Mit seinem emotionalen Auftritt am Spieltag zuvor habe die Leistungssteigerung nichts zu tun. "Ich muss meine Mannschaft nicht aufrütteln. Ich habe immer gesagt, wir arbeiten seit 22 Monaten am Maximum und dass es immer wieder kleine Rückschritte geben wird."

Der Schlüssel zum Erfolg in Hamburg war, dass die Stuttgarter HSV-Takt- und Ideengeber Rafael van der Vaart fast komplett ausschalteten. "Die Stuttgarter waren sehr gut drauf, wir nicht", sagte der 29-Jährige, der sich nach Adduktorenproblemen erst kurz vor der Partie bei Trainer Fink fit gemeldet hatte.

Gegen Stuttgart zeigte sich, wie abhängig das HSV-Spiel von dem Niederländer ist. Den Hamburgern fehlte jede Struktur, jede Ordnung. Sturm-Alleinunterhalter Artjoms Rudnevs hing vorn in der Luft, der koreanische Wirbelwind Heung-Min Son blieb harmlos. So war der Lattenschuss des ebenfalls sonst enttäuschende Milan Badelj kurz vor dem Wechsel das einzige Lebenszeichen der Hanseaten.

Ganz anders die Stuttgarter: Selbstsicher, zielstrebig und stets gefährlich - die Gäste überraschten. Von Verunsicherung wegen der in den Medien geführten Diskussion um Trainer Labbadia war bei den Spielern nichts zu spüren. Vor allem William Kvist, der van der Vaarts Kreise störte, Christian Gentner im Mittelfeld sowie Martin Harnik und Ibisevic im Angriff trieben den VfB an. So kamen die Schwaben reihenweise zu Torchancen.

Nach einer halben Stunde führte eine Kombination von Harnik und Ibisevic zum Führungstreffer. Ohne den überzeugenden HSV-Kapitän und Abwehrchef Heiko Westermann sowie Keeper Rene Adler hätte es schon vor der Pause bitter ausgesehen für die Hamburger.

Nach der Pause mühten sich die Gastgeber um den Ausgleich. Doch van der Vaart schaffte es weiterhin nicht, die Fäden zu ziehen. In der 65. Minute hatten die Hamburger sogar noch Glück, als Raphael Holzhauser nach feiner Einzelleistung um Zentimeter das Tor verfehlte. Und der HSV? In der 73. Minute fiel van der Vaart erstmals auf, doch seinen Schuss parierte Torwart Sven Ulreich prüfte. Nachdem Son in der 81. Minute verzog, ging nicht mehr viel.

dpa


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