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Pepe Reina soll für diesen Sommer der letzte namhafte Bayern-Neuling sein.

Pepe Reina soll für diesen Sommer der letzte namhafte Bayern-Neuling sein. © Ali Haider

Fußball

Reina als letztes Puzzleteilchen im Bayern-Kader

Das letzte Puzzleteilchen im elitären Bayern-Kader scheint gefunden. Der 34-malige spanische Nationaltorhüter Pepe Reina soll als Backup von Manuel Neuer die noch verbliebene Planstelle beim deutschen Fußball-Rekordchampion aus München besetzen.

München. Schon in den kommenden Tagen werde der 31-Jährige, der zuletzt vom FC Liverpool an den SSC Neapel ausgeliehen war, den üblichen medizinischen Check absolvieren und dann seinen Vertrag unterschreiben, berichtete Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge am Rande der US-Testspielreise seines Clubs. Die Ablösesumme soll laut der spanischen Sportzeitung "Marca" bei drei Millionen Euro liegen, der Vertrag bis 2017 laufen.

Ansonsten planen die Bayern keine großen Transfers mehr, was ganz den Wünschen des Trainers entspricht. Pep Guardiola hatte schon zuletzt seine vollumfängliche Zufriedenheit mit dem Kader bekräftigt und die Verpflichtung eines weiteren Weltklasseprofis nach Robert Lewandowski abgelehnt. Der Club will dieser Ansage nun Folge leisten. "Wir wären bereit gewesen, noch einen Spieler - wie damals Thiago - zu verpflichten. Aber der Trainer wollte das nicht, er ist hochzufrieden mit dem Kader", meinte der Bayern-Boss.

Alle demonstrieren ihr immenses Vertrauen in die von Weltmeistern nur so strotzende bajuwarische Luxus-Auswahl, zu der auch weiter Xherdan Shaqiri gehören soll. Der Schweizer bleibe trotz aller Wechselgerüchte und Anfragen aus dem Ausland, kündigte Rummenigge an. "Wir haben eine gute Mannschaft. Wir haben einen guten Mix", sagte er. Guardiola mache auch das Wohlbefinden der Stars als Grundlage für weitere Erfolge aus. Aus Sicht des Trainers sei es nicht sinnvoll, "dass Spieler unzufrieden auf der Tribüne sitzen", berichtete Rummenigge. "Pep will 18 Topspieler und fünf oder sechs Talente."

Zu einem dieser bayerischen Nachwuchskräfte könnte sich bis zum Ende der Wechselperiode noch Sinan Kurt aufschwingen. Die Münchner wollen den 18-Jährigen von Borussia Mönchengladbach möglichst sofort verpflichten, was von der Gegenseite aber abgelehnt wird. Aktuell sehe es deshalb "nicht danach aus, dass es eine Einigung zwischen Bayern und Gladbach geben wird bis zum Ende des Transferfensters", sagte Kurts Berater Michael Decker der "Sport Bild".

Auch mit Guardiola selbst kann sich Rummenigge eine langfristige Zusammenarbeit vorstellen - ganz unabhängig vom laufenden Vertrag. "Wenn sich Pep wohlfühlt, dann wird er bleiben. Auch über 2016 hinaus", sagte der Bayern-Vorstandsboss dem Magazin. Allerdings mache es "sicher keinen Sinn, in dieser Saison über eine Verlängerung zu sprechen. Ich denke, das wird frühestens ein Jahr vor Ablauf seines aktuellen Vertrags ein Thema." Der Spanier sei "ein Geschenk des Himmels, ich habe hundertprozentiges Vertrauen zu ihm".

So gut ist das Verhältnis der Bayern zu Borussia Dortmund schon lange nicht mehr. Die Westfalen reagierten mit einer Rüge auf Äußerungen Rummenigges über Marco Reus, an dem die Bayern mittelfristig Interesse bekundet haben. "Wir sind sicher, dass für jeden Fußballinteressierten offensichtlich ist, welche Absicht hinter solchen Äußerungen steckt. Karl-Heinz Rummenigge nimmt durch sein Verhalten billigend in Kauf, dass das ohnehin angespannte Verhältnis zwischen Borussia Dortmund und dem FC Bayern München weiter beschädigt wird", schrieb Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke auf der BVB-Homepage. Zuvor hatte Rummenigge in der "Sport Bild" über die Höhe von Reus' Ausstiegsklausel in Dortmund spekuliert.

dpa


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