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Der Finne Kimi Räikkönen will noch in den WM-Kampf eingreifen.

Der Finne Kimi Räikkönen will noch in den WM-Kampf eingreifen. © David Ebener

Motorsport

Räikkönen stichelt: 2007 erst im Finale entschieden

Jetzt stichelt auch noch der "Iceman". Dass Kimi Räikkönen im Kampf gegen die beiden WM-Duellanten Sebastian Vettel und Fernando Alonso abgeschlagen scheint, spielt für den finnischen Ex-Weltmeister noch keine Rolle.

Greater Noida. "2007 war die WM erst im letzten Rennen entschieden, alles ist also möglich", sagte Räikkönen. Er war es damals, der im Ferrari in einem atemraubenden Finale den Titel im letzten Moment gewann und die damaligen McLaren-Mitstreiter Alonso und Lewis Hamilton alt aussehen ließ.

Jetzt rangiert Räikkönen auf dem dritten Rang. Satte 48 Punkte trennen ihn von WM-Spitzenreiter Sebastian Vettel im Red Bull. 42 Zähler mehr hat auch noch Alonso, der schon des Öfteren kriegerische Weisheiten Richtung Vettel schickte. Vier Rennen gibt es noch, sprich maximal 100 Punkte.

Problem aber für Räikkönen: Auch wenn seine Comeback-Saison nach zwei Jahren Formel-1-Pause als erfolgreich eingestuft werden kann, fehlt dem Finnen der erste Sieg seit der Rückkehr. In Bahrain, Valencia und Budapest wurde Räikkönen jeweils Zweiter, in Barcelona, auf dem Hockenheimring und in Spa-Francorchamps belegte der mittlerweile 171-malige Grand-Prix-Starter Rang drei.

Und Teamchef Eric Boullier richtet das Augenmerk vor allem auf die finanziell wichtige Konstrukteurswertung. "Wir sollten versuchen, beide Autos im Qualifying in die Top fünf zu bringen, damit wir eine bessere Chance haben, Punkte mit nach Hause zu nehmen", sagte er - auch mit Blick auf seinen zweiten Piloten, Crash-Kid Romain Grosjean. Dabei legt sich Lotus im Kampf um Platz drei mit keinem Geringeren als McLaren mit den beiden Weltmeister-Fahrern Hamilton (2008) und Jenson Button (2009) an. Derzeit liegt McLaren noch 29 Punkte vor Lotus auf dem dritten Rang.

Mit einem Sieg bei seiner Rennpremiere in Greater Noida könnte Räikkönen den Rückstand verringern und sich selbst in eine bessere Position für die danach anstehenden Rennen in Abu Dhabi, Austin und Sao Paulo bringen. Er weiß durchaus: "Was die WM betrifft, ist die Lücke zu Sebastian schon ziemlich groß und es wird schwierig, ihn noch einzuholen. Aber wir werden weiter pushen."

Klingt wie die üblichen Durchhalteparolen, insbesondere, wenn sich noch der Räikkön'sche englische Nuschel-Slang dazugestellt. Allerdings schien er auch 2007 schon abgeschlagen. Vor dem letzten Rennen lag er - damals gab es für einen Sieg 10 Punkte, der Zweite bekam 8, der Dritte 6 - sieben Zähler hinter Hamilton und drei hinter Alonso. Aber Räikkönen siegte in Sao Paulo und gewann mit einem Zähler Vorsprung seinen ersten und bislang auch einzigen WM-Titel.

dpa


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