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Mercedes wird aus den Deutsche Tourenwagen-Masters (DTM) aussteigen.

Mercedes wird aus den Deutsche Tourenwagen-Masters (DTM) aussteigen. © Nicolas Armer

Motorsport

Paukenschlag: Mercedes steigt 2018 aus DTM aus

Mercedes steigt nach der Saison 2018 aus der DTM aus. Danach wollen die Silberpfeile stattdessen in der Formel E antreten. Das Formel-1-Programm bleibt davon unberührt. Ein harter Schlag für die DTM - ein weiterer Glücksfall für die Formel E.

Stuttgart. Mercedes kehrt der DTM in anderthalb Jahren den Rücken. Der mit zehn Titeln bisher erfolgreichste Autobauer im Deutschen Tourenwagen-Masters will danach in der vollelektrischen Formel E durchstarten. Das teilte der deutsche Autobauer in einer Presseerklärung mit.

Am Engagement in der Formel 1 der Silberpfeile soll sich durch die Neuausrichtung nichts ändern. "Die Jahre in der DTM werden immer ein großer Teil unserer Motorsport-Geschichte bleiben", sagte Mercedes-Motorsportchef Toto Wolff in einer Pressemitteilung am Montagabend, die die völlig überraschende Nachricht verkündete.

"Mit großem Bedauern nehmen wir zur Kenntnis, dass Mercedes sein Engagement in der DTM nach der Saison 2018 einstellen wird", hieß es in einer ersten Reaktion von BMW. "Diese neue Situation werden wir nun bewerten." Auch bei Audi nahm man die Entscheidung mit Betroffenheit zur Kenntnis. "Wir finden die aktuelle Entwicklung sehr schade. Sollten sich daraus Konsequenzen für die DTM ergeben, werden wir nach Alternativen im internationalen Tourenwagensport suchen", sagte ein Audi-Sprecher der Deutschen Presse-Agentur auf Nachfrage.  

BMW, Audi und Mercedes, das sind die derzeitigen Hersteller in der DTM. Der schwäbische Hersteller ist seit 1988 dabei, fehlte nur von 1997 bis 1999. Nach dem Ausstieg von Opel 2005 traten auch schon mal nur zwei Autobauer in Mercedes und Audi sechs Jahre lang gegeneinander an, ehe BMW mitfuhr.

Mit zehn Titeln ist Mercedes allerdings der erfolgreichste Hersteller der DTM, die mittlerweile vom ehemaligen Formel-1-Piloten Gerhard Berger geführt wird. Ein Statement der Serie stand am Montagabend zunächst noch aus.

Die Formel E kann sich dagegen über den Einstieg eines weiteren deutschen Autobauers freuen. "Heute ist ein großartiger Tag, weil wir Mercedes in der Formel E-Familie begrüßen dürfen", sagte Alejandro Agag, Gründer und Geschäftsführer der Formel E. "Damit wächst die steigende Zahl der Hersteller, die sich an der elektrischen Revolution beteiligen."

Denn auch die Noch-Rivalen von Mercedes in der DTM haben bereits ihren Einstieg geplant. Audi nimmt bereits ab Dezember den Startplatz des Teams Abt Sportsline mit einem eigenen Werksrennstall ein. Und jüngst verkündete auch BMW seinen Start mit einem Werksteam in der elektrischen Rennserie von der Saison 2018/19 an.

Mercedes hatte sich für 2018 eine Option auf einen Startplatz in der Formel E gesichert. "Ich freue mich, dass wir die bestehende Einstiegsoption um ein Jahr bis zur Saison 2019/20 erweitern konnten. So haben wir die Zeit, die Serie kennenzulernen und uns adäquat auf den Einstieg vorzubereiten", sagte Wolff.

Am Engagement von Mercedes in der Formel 1 soll sich durch den Einstieg in die Formel E nichts ändern. Die Silberpfeile hatten dort zur Saison 2010 ihre Rückkehr als Werksteam gefeiert. In den vergangenen drei Jahren holte Mercedes die Titel in der Fahrer und in der Konstrukteurswertung.

"Mit dieser neuen Aufstellung wird Mercedes-Benz in Serien an beiden Enden des Motorsportspektrums antreten", hieß es in der Mitteilung. Der Motor in der Formel 1 mit zusätzlichem Hybrid-Antrieb gilt seit Rückkehr zu den Turboantrieben zur Saison 2014 als das Maß der Dinge.

dpa


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