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Die deutschen Tennis-Hoffnungen liegen auch in Paris auf Alexander Zverev.

Die deutschen Tennis-Hoffnungen liegen auch in Paris auf Alexander Zverev. © Alessandra Tarantino

Tennis

Paris: Deutsche Hoffnungsträger, Favoriten und Sorgenkinder

Zwei Wochen lang schaut die Tennis-Welt von diesem Sonntag an wieder nach Paris. Im Stade Roland Garros steigt das zweite Grand-Slam-Turnier der Saison. Die Deutsche Presse-Agentur beantwortet die wichtigsten Fragen zu den deutschen Hoffnungen, den Favoriten und den Sorgenkindern.

Paris. HERREN

Wer sind die Favoriten?

Wenn es um Paris geht, kommt man an Rafael Nadal als großen Favoriten nicht vorbei. Der Spanier will in diesem Jahr La Décima, den zehnten Titel beim Sandplatz-Spektakel, gewinnen. Auf der roten Asche fühlt sich Nadal immer noch am wohlsten, siegte dieses Jahr bereits in Monte Carlo, Barcelona und Madrid. Größter Herausforderer ist Novak Djokovic. Der Serbe reist als Titelverteidiger und mit seinem neuen Coach Andre Agassi an. Immer gefährlich ist auch der Schweizer Stan Wawrinka.

Wie sind die deutschen Chancen?

Lange waren die deutschen Aussichten bei den French Open nicht mehr so gut wie in diesem Jahr. Was an Alexander Zverev liegt, dem neuen Shootingstar der Branche. Der 20 Jahre alte Hamburger steht seit seinem spektakulären Triumph gegen Djokovic in Rom erstmals in den Top Ten. Allerdings hat Zverev bei einem Grand-Slam-Turnier noch nie die zweite Woche erreicht. Zudem ist sein Auftaktgegner Fernando Verdasco nicht zu unterschätzen. Insgesamt sind sechs deutsche Herren in Paris dabei.

Wer fehlt? Wer bereitet Sorgen?

Roger Federer lässt die French Open in diesem Jahr aus. Der Schweizer will sich voll und ganz auf die Rasen-Saison konzentrieren. Andy Murray hofft hingegen, dass die French Open für ihn nach vielen Enttäuschungen in diesem Jahr zu einem Wendepunkt werden. Richtig fit wirkte der Weltranglisten-Erste nach seiner Operation am Ellenbogen zuletzt aber nicht. Zudem war er in der Woche vor Paris auch noch krank.

DAMEN

Wer sind die Favoriten?

Gute Frage. Das Damen-Feld ist so offen wie nie. Nachdem Serena Williams ihre Baby-Pause angekündigt hat, fehlt es an dem einen Superstar. Das WTA-Feld ist gerade völlig konturenlos, Woche für Woche gibt es andere Siegerinnen. Bestes Beispiel ist Angelique Kerber. Die Kielerin ist zwar de facto die Nummer eins der Welt, sportlich ist sie davon aber so weit entfernt wie Paris von Melbourne, wo Kerbers wundersamer Aufstieg im vergangenen Jahr begann. Aber auch Titelverteidigerin Garbiñe Muguruza aus Spanien oder der Rumänin Simona Halep fehlt es an Konstanz. Also: Alles offen.

Wie sind die deutschen Chancen?

Richtig viel darf man von den deutschen Damen in diesem Jahr nicht erwarten. Kerber steckt in der Krise, Hoffnungsträgerin Laura Siegemund fällt nach ihrem Kreuzbandriss aus und dem Rest fehlt es an Konstanz. Für Andrea Petkovic wäre schon das Erreichen der zweiten Runde ein Erfolg. Am beständigsten agierte in diesem Jahr bislang Julia Görges, der ganz große Wurf ist ihr aber nicht zuzutrauen.

Wer fehlt? Wer bereitet Sorgen?

In Serena Williams und Maria Scharapowa fehlen zwei absolute Superstars, die schmerzlich vermisst werden. Williams genießt ihre Schwangerschaft, Scharapowa hat nach ihrer abgesessenen Dopingsperre von den Veranstaltern keine Wildcard bekommen. Unklar ist noch der Start von Halep. Die beste Sandplatzspielerin des Jahres ist noch angeschlagen, bezifferte die Chancen auf einen Start auf 50:50.

dpa


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