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Nur Alexis Pinturault (M) und Marcel Hirscher (l) waren schneller als Felix Neureuther.

Nur Alexis Pinturault (M) und Marcel Hirscher (l) waren schneller als Felix Neureuther. © Christian Bruna

Ski alpin

Neureuther starker Dritter bei Alpin-Auftakt in Sölden

Den deutschen Skirennfahrern gelingt ein vielversprechender Auftakt in den WM-Winter - einem Routinier und einem relativ unerfahrenen Athleten sei Dank. Zwei andere aus dem DSV-Team verlassen Sölden dagegen ohne ein Erfolgserlebnis.

Sölden. Felix Neureuther ist beim ersten Weltcup-Rennen der Saison Dritter geworden und hat den deutschen Ski-Herren in Sölden damit einen glänzenden Start in den Winter beschert.

Zumindest bei der Siegerehrung war Neureuther dann der Schnellste. Marcel Hirscher und der überragende Sieger Alexis Pinturault nestelten noch am Verschluss, da hatte Neureuther seine Sektflasche für seinen Podestplatz im ersten Riesenslalom des WM-Winters schon geöffnet.

"Ich bin heute mit dem dritten Platz echt so dermaßen zufrieden. Das hätte ich wirklich nicht gedacht im Vorfeld", sagte Neureuther. Der Start in die Saison konnte kaum besser ausfallen für den deutschen Rekordchampion im Weltcup. "Ich freu' mich wirklich sehr, sehr, sehr, sehr, sehr."

Am Ende fehlten ihm 1,37 Sekunden auf den Franzosen Pinturault und 0,67 Sekunden auf den fünfmaligen Gesamtweltcupsieger Hirscher aus Österreich. "Im Vergleich zum letzten Jahr bin ich dieses Jahr um einiges näher dran. Das ist schon mal was absolut Positives", sagte Neureuther zum Rückstand auf die beiden besten Riesenslalom-Fahrer der Branche, nachdem er sofort die Norm für die Ski-WM erfüllt hatte. "Felix ist halt ein brutales Rennpferd. Der hat ein unheimliches Gefühl für das, was er macht", lobte Alpinchef Wolfgang Maier.

Weil zudem Benedikt Staubitzer mit Rang zwölf das zweitbeste Resultat seiner Weltcup-Karriere gelang, war Maier insgesamt sehr zufrieden mit dem Saisonstart. Staubitzer schaffte zudem die halbe WM-Norm und braucht nur noch ein weiteres Top-15-Ergebnis.

An der positiven Bilanz änderten auch die Resultate von Stefan Luitz und Fritz Dopfer nichts. Luitz rutschte nach einem vielversprechenden fünften Rang nach dem ersten Lauf noch bis auf Platz 19 zurück. "Das nagt schon sehr und nervt mich", sagte er. Dopfer, dem 2014 mit Rang zwei der erste Podestplatz für einen DSV-Fahrer überhaupt in Sölden gelungen war, wurde nur 27. "Der zweite Lauf war ein Rückfall in alte Muster", befand er.

Dass Dominik Schwaiger auf Rang 33 die Qualifikation für das Finale verpasste, war zwar ärgerlich, aber nicht tragisch. Linus Straßer hat es mit seiner hohen Startnummer jenseits der 70 im Riesenslalom ohnehin schwer und bekommt beim ersten Slalom in Levi in drei Wochen die erste realistische Chance auf einen Erfolg.

Da will Neureuther mit einem guten Ergebnis die Grundlage legen, um ein weiteres Mal um die Slalom-Kugel kämpfen zu können. "Ich habe noch nicht so viel Slalom trainiert. Das ist, was ich in den nächsten Wochen tun muss", sagte er.

Bis dahin hat er auch Zeit, die noch offenen Fragen bei der Wahl des richtigen Skis zu beantworten und sich um seinen Körper zu kümmern. Der zwackte offenbar mal wieder, auch wenn Neureuther darauf nicht näher eingehen wollte. Sein Servicemann und sein Physiotherapeut hätten allerdings "beide ihre Wunderhände spielen lassen. Der eine bei den Skiern, der andere bei meinem Körper".

dpa


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