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Jonas Folger konnte beim GP von Katar nicht in den Kampf um den Sieg eingreifen.

Jonas Folger konnte beim GP von Katar nicht in den Kampf um den Sieg eingreifen. © Str

Motorsport

Motorrad-WM-Auftakt: Folger grantelt, Schrötter jubelt

Der große Hoffnungsträger grollte, die Lehrlinge strahlten. Beim Motorrad-WM-Auftakt auf dem Losail International Circuit von Doha war Jonas Folger trotz eines fünften Platzes in der Moto3-Klasse unzufrieden.

Doha. Eigentlich wollte der KTM-Pilot um den Sieg kämpfen und damit gleich zum Start seine Titelambitionen untermauern, doch daraus wurde nichts. Zwar hielt sich der Bayer in der Spitzengruppe, den Sieger Luis Salom aus Spanien konnte er aber nicht gefährden.

Mit derartigen Zielen waren Marcel Schrötter und Sandro Cortese erst gar nicht in das Rennen der Moto2-Kategorie gegangen. Am Ende herrschte in den Boxen der beiden Deutschen aber Freude. Schrötter holte als 13. zwei Punkte, Moto3-Weltmeister Cortese schnupperte bei seinem Debüt in der neuen Klasse zumindest an den Punkterängen und wurde 17. beim Sieg des WM-Favoriten Pol Espargaro aus Spanien.

Folger war sauer und ratlos. "Mein Hauptproblem war der Top-Speed. Ich musste sehen, dass ich an der Spitze dran bleibe. In den Kurven gelang das, auf der Geraden nicht. Egal, was ich gemacht habe, ich hatte nie eine Chance", sagte der Schwindegger enttäuscht. Trotz eines guten Starts konnte er die Spitzengeschwindigkeiten der Spanier nicht mitgehen, ein kleiner Fahrfehler in Runde fünf ließ ihn dann auf Rang fünf zurückfallen. "Ich hatte mich gut gefühlt, das Setup passte. Ich weiß nicht, woran es gelegen hat", bemerkte er, blieb aber Optimist: "Ich habe Punkte gesammelt, das war wichtig. Und es kommen andere Strecken, die nicht so lange Geraden haben", meinte Folger.

Schrötter war glücklich über seine ersten WM-Punkte in der Moto2. "Es war ein sehr gutes Wochenende. Klar hätte ich auch gern meine Startposition mit Platz neun verteidigt, aber in dieser Klasse geht es sehr hart zu", beschrieb der Pflugdorfer das Getümmel, in dem er sich von Beginn an befand und behaupten musste. "Ich musste mehrfach zurückstecken und war bei einer Attacke von Alex de Angelis froh, dass ich sitzenbleiben konnte. Das hat mich aber gleich sechs Plätze gekostet", erzählte Schrötter.

Auch Cortese konnte im Rennverlauf einen Sturz geradeso vermeiden und war deshalb mit seinem Auftritt im Reinen. "Vielleicht bin ich am Anfang und auch später in einigen Situationen zu vorsichtig gewesen. Das hat mich um ein paar Plätze zurückgeworfen. Aber das ist ein Erfahrungswert, der erst kommen muss. Ich bin Lernender, Wunder sind da nicht möglich. Wer die jetzt erwartet, ist kein Realist", sagte der Berkheimer.

dpa


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