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Kiels Mannschaft feiert den 27:26-Sieg im Super Cup.

Kiels Mannschaft feiert den 27:26-Sieg im Super Cup. © Foto: Daniel Maurer

Handball

Meister THW gewinnt Supercup gegen Flensburg

Der Supercup hat einen Vorgeschmack auf die 50. Saison der Handball-Bundesliga geboten. In einem spannenden Duell der beiden Titelanwärter setzte sich Meister THW Kiel gegen DHB-Pokalsieger SG Flensburg-Handewitt durch.

Stuttgart. 1:0 für den THW Kiel: Im ersten Schlagabtausch der Top-Favoriten auf die deutsche Meisterschaft hat der Titelverteidiger ein Zeichen gesetzt.

Zwei Tage vor dem Auftakt der Handball-Bundesliga gewann der deutsche Meister in Stuttgart den Supercup durch einen 27:26 (12:14)-Sieg gegen den DHB-Pokalsieger SG Flensburg-Handewitt. In dem rassigen Spiel vor 6211 Zuschauern in der ausverkauften Porsche-Arena sicherte Steffen Weinhold mit seinem sechsten Treffer unmittelbar vor dem Schlusspfiff dem THW den neunten Supercup. Lasse Svan warf sieben Tore für die Flensburger, bei denen Tobias Karlsson in der 52. Minute nach drei Zeitstrafen Rot sah.

Im ersten Spiel nach dem Weggang von Kapitän Filip Jicha zum FC Barcelona fehlte dem THW Kiel in Stuttgart auch dessen Ersatzmann Erlend Mamelund. Der erst wenige Stunden zuvor verpflichtete Norweger war zwar im Sportdress in der Halle, saß aber nur auf der Tribüne und muss auf seine Premiere im Trikot des deutschen Rekordmeisters warten. "Erlend ist ein abwehrstarker und technisch versierter Spieler. Er wird ein paar Wochen brauchen, aber er wird uns mit seiner Erfahrung und Spielweise entlasten können", sagte Trainer Alfred Gislason.

Wenngleich Jicha wegen einer Schambeinentzündung ohnehin nicht hätte spielen können, machte sich sein Fehlen im Rückraum des deutschen Meisters bemerkbar. Dafür konnte Gislason überraschend auf Kreisläufer Patrick Wiencek zurückgreifen, nachdem der Nationalspieler eigentlich wegen einer Adduktorenverletzung pausieren sollte.

Die SG Flensburg-Handewitt präsentierte sich im Gegensatz zum Vorjahressieger bereits in beeindruckender Frühform. Trainer Ljubomir Vranjes konnte dank seiner spielstarken Neuverpflichtungen Rasmus Lauge Schmidt und Kentin Mahe vor allem aus dem Rückraum sehr viel Druck entwickeln. Dies stellte den THW Kiel in der Abwehr vor große Probleme. Vor allem auf seiner linken Seite war der Rekordchampion anfällig und kassierte allein in den ersten 30 Minuten sechs Treffer von Rechtsaußen Lasse Svan.

Über 3:1 (5.) und 6:2 (7.) enteilte DHB-Pokalsieger Flensburg-Handewitt bis auf 12:7 (18.). Danach wechselte Kiels Trainer Gislason den Top-Neuzugang Niklas Landin ein. Der Däne, der vom Vizemeister Rhein-Neckar Löwen kam, löste den glücklosen Nikolas Katsigiannis ab und sorgte mit seinen Paraden für mehr Sicherheit in der THW-Defensive. So konnte der Meister bis zur Pause auf 12:14 verkürzen.

Nach dem Wiederanpfiff setzten die Kieler ihre Aufholjagd fort und schafften mit dem 16:16 (37.) den ersten Gleichstand seit dem 1:1 (3.). Steffen Weinhold sorgte dann mit dem 18:17 (39.) für die erste THW-Führung. Danach lieferten sich die beiden Nordrivalen einen offenen Schlagabtausch mit dem besseren Ende für Kiel.

dpa


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