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Toni Kroos hat vor dem Supercup noch keine Minute für Real Madrid gespielt.

Toni Kroos hat vor dem Supercup noch keine Minute für Real Madrid gespielt. © Kiko Huesca

Fußball

Kroos geht mit Real schon wieder auf Titeljagd

Von einem Endspiel zum nächsten: Einen Monat nach dem Finale um die Fußball-Weltmeisterschaft zwischen Deutschland gegen Argentinien steht Toni Kroos erneut in einem Endspiel.

Madrid. Mit seinem neuen Club Real Madrid will der Ex-Profi des FC Bayern München den europäischen Supercup gewinnen.

Es ist der erste Titel der Saison. In dem Spiel am 12. August in Cardiff zwischen dem Champions-League-Sieger Real Madrid und dem Europa-League-Gewinner FC Sevilla kann der 24-Jährige auf einen Platz in der Startelf hoffen.

Und nicht nur das: Kroos soll in dem Team mit Weltfußballer Cristiano Ronaldo, dem WM-Torschützenkönig James Rodríguez und dem 100-Millionen-Euro-Mann Gareth Bale bei seinem Debüt gleich die Regie führen. "Kroos, Du übernimmst das Kommando", titelte das Sportblatt "Marca". Trainer Carlo Ancelotti scheint auf den Weltmeister zu setzen, obwohl dieser erst seit einer Woche wieder im Training ist und bislang noch keine Minute für Real gespielt hat.

Kroos dürfte bei den Madrilenen die Rolle von Xabi Alonso übernehmen, der für das spanische Europacupfinale gesperrt ist. Zwar ist der Deutsche nach der kurzen Saisonvorbereitung noch nicht Topform, aber er präsentierte sich nach seinem Urlaub in überraschend guter Verfassung und integrierte sich rasch in das Team. Bei seinem Landsmann Sami Khedira, dem zweiten Weltmeister im Real-Kader, stehen die Chancen auf einen Platz in der Startelf deutlich schlechter. Sein 2015 auslaufender Vertrag wurde bislang nicht verlängert, die Zukunft des Ex-Stuttgarters in Madrid steht in den Sternen.

Die "Königlichen" gehen mit ihrer Elf der Superstars, in die der Club Ablösesummen von insgesamt 440 Millionen Euro investiert hatte, als klarer Favorit in das Finale. "Es kann schon sein, dass wir als Real favorisiert sind", räumte Ancelotti kleinlaut ein. Der Außenseiter FC Sevilla rechnet sich jedoch auch gegen das teuerste Team der Welt eine Chance aus. Die Andalusier setzen darauf, dass ihre Spieler körperlich stärker sind, weil sie sich seit längerer Zeit im Training befinden. "Die bessere Fitness könnte unsere Waffe im Finale sein", meinte Angreifer Víctor Vítolo.

Vor acht Jahren hatte der FC Sevilla im europäischen Supercup schon einmal für eine Überraschung gesorgt und das Dream-Team des FC Barcelona mit Stars wie Lionel Messi, Ronaldinho oder Samuel Eto'o mit 3:0 abgefertigt. Bei Real haben neben Kroos auch Rodríguez und Karim Benzema in der Vorbereitung noch keine Minute gespielt, Ronaldo kam nur zu einem Kurzeinsatz.

Für den Waliser Bale bedeutet das Finale eine Rückkehr in seine Heimatstadt. "Meine Familie und alle meine Freunde werden im Stadion sein", sagte der Flügelstürmer. "Als ich vor einem Jahr zu Real wechselte, wusste ich, dass das Endspiel um den Supercup in Cardiff ausgetragen würde. Daher wollte ich unbedingt die Champions League gewinnen." Bale nahm an der WM nicht teil und bereitete sich intensiv auf die neue Saison vor. In den Testspielen war er bislang der Beste im Real-Team.

Vor einem Finale der besonderen Art steht Real-Torwart Iker Casillas. Für den Kapitän geht es in Cardiff darum, wer künftig die Nummer eins im Tor der Madrilenen sein wird. Ancelotti hält die Entscheidung bislang offen. "Gegen den FC Sevilla spielt Casillas, danach werden wir weitersehen", kündigte der Trainer an. Für den 33-Jährigen ist das Finale in Cardiff nach seinen schwachen Darbietungen bei der WM und im Testspiel gegen Manchester United (1:3) fast schon die letzte Chance. Der Neuzugang Keylor Navas aus Costa Rica, einer der besten Torhüter bei der WM, macht dem Routinier den Platz im Real-Tor streitig.

dpa


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