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Philipp Kohlschreiber war in Wimbledon gegen Novak Djokovic chancenlos.

Philipp Kohlschreiber war in Wimbledon gegen Novak Djokovic chancenlos. © Facundo Arrizabalaga

Tennis

Kohlschreiber in Wimbledon gegen Djokovic raus

Nach der glatten Niederlage gegen "Ballmaschine" Novak Djokovic übte sich Philipp Kohlschreiber in Galgenhumor. "So schnell, wie Wimbledon gekommen ist, ist es auch schon wieder vorbei.

London. Dann spiele ich jetzt halt Bundesliga", sagte der beste deutsche Tennisprofi.

Auch nach der 4:6, 4:6, 4:6-Pleite gegen den Boris-Becker-Schützling und Vorjahressieger in Runde eins wollte Kohlschreiber nicht mit der Auslosung hadern. "Es kam zuletzt knüppeldick, aber das sind Sachen, die man nicht beeinflussen kann", sagte der 31 Jahre alte Augsburger.

Durch seine Erstrunden-Niederlage in Halle gegen Roger Federer war Kohlschreiber in der Weltrangliste von Platz 31 auf 33 abgerutscht - und in Wimbledon daher der erste ungesetzte Spieler. Und hätte der Spanier David Ferrer am Sonntag nur wenige Minuten vorher seine Teilnahme abgesagt, wäre Kohlschreiber auf dessen Platz gerutscht und hätte sich die denkbar schwerste Erstrunden-Aufgabe erspart.

"Man kann jetzt den paar Momenten nachtrauern, in denen man nicht gewonnen hat und dadurch Weltranglistenpunkte verloren hat", sagte Kohlschreiber, der in der Pressekonferenz gefasst und ruhig wirkte. "Aber ich muss jetzt dranbleiben und weiterhin das Positive sehen."

Wie schon bei seinem Aus in Halle gegen Federer machte Kohlschreiber auch Djokovic zunächst das Leben schwer. Doch in den wichtigen Momenten der Partie zeigte sich der Serbe konzentrierter und nervenstärker. "Dann ist er wie eine Ballmaschine, der dich mit seiner brutal soliden Art vom Platz spielt", sagte Kohlschreiber.

Im ersten, zweiten Satz und dritten Satz nahm Djokovic seinem Kontrahenten jeweils zum 6:4 das Aufschlagsspiel ab - und machte nach 2:03 Stunden den siebten Sieg im achten Duell mit Kohlschreiber perfekt. Djokovic strebt bei dem Grand-Slam-Klassiker seinen dritten Titel nach 2011 und 2014 an - und würde damit mit seinem prominenten Coach gleichziehen, der 1985, 1986 und 1989 triumphierte.

"Es ist großartig, wieder hier zu sein. Es ist ein Privileg und eine Ehre, als Titelverteidiger das Turnier auf dem Center Court eröffnen zu dürfen", sagte Djokovic. Nach Kohlschreiber schied auch Florian Mayer aus. Der 31-Jährige aus Bayreuth verlor gegen den Argentinier Juan Monaco 1:6, 2:6, 4:6. Jan-Lennard Struff aus Warstein verlor 3:6, 6:3, 6:2, 2:6, 3:6 gegen den Australier Bernard Tomic.

dpa


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