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Philipp Kohlschreiber erreichte locker die zweite Runde in Paris.

Philipp Kohlschreiber erreichte locker die zweite Runde in Paris. © Alberto Martin

Tennis

Kohlschreiber im Schongang weiter - Trio früh gescheitert

Besser hätten die French Open für Philipp Kohlschreiber nicht beginnen können. Gerade einmal 86 Minuten stand die deutsche Nummer eins in Paris auf dem Sandplatz, da war beim zweiten Grand-Slam-Turnier der Tennis-Saison schon der Einzug in die zweite Runde perfekt.

Paris. 6:1, 6:0, 6:2 hieß es gegen den überforderten Japaner Go Soeda, nun wartet der Spanier Pablo Andujar. Bereits beendet ist das mit 28,03 Millionen Euro dotierte Event im Bois de Boulogne für Florian Mayer. Der lange verletzte Bayreuther war gegen den Spanier Roberto Bautista Agut beim 3:6, 1:6, 3:6 trotz einiger guter Passagen am Ende chancenlos und musste sich nach 1:33 Stunden geschlagen geben.

Das Aus kam auch für Qualifikant Matthias Bachinger, der gegen den Spanier Marcel Granollers mit 4:6, 3:6, 6:7 (7:9) unterlag. Damit verpasste der Münchner ein Duell mit Roger Federer. Der Schweizer hatte gegen den Kolumbianer Alejandro Falla keine Probleme, ärgerte sich aber über einen Zwischenfall. Nach der Partie war ein Fan auf den Platz gestürmt, um ein Selfie mit der Nummer zwei der Welt zu machen. "Der Zwischenfall war auf keinen Fall lustig, da muss etwas passieren", kritisierte der Schweizer sichtlich verärgert die Sicherheitsvorkehrungen.

Kohlschreiber hatte dagegen weder auf noch abseits des Platzes irgendwelche Probleme. "Ich habe heute alles getroffen. Er war etwas überfordert, hat etwas zu harmlos gespielt, das hat es mir natürlich leicht gemacht", sagte der Augsburger. "Es war ein super Sieg, aber dafür kann ich mir nur die erste Runde kaufen."

Von Beginn an ließ der 31-Jährige dem Japaner nicht den Hauch einer Chance, ging in allen drei Sätzen schnell in Führung. "Natürlich schaut man dann schon einmal auf die Uhr und guckt, ob man irgendeinen Rekord brechen kann. Aber dafür, dass das Match so klar war, standen wir doch recht lange auf dem Platz."

Dennoch konnte sich Kohlschreiber weitgehend schonen, was seinem lädierten Ellenbogen nur gut tun kann. Zuletzt hatte er in Rom aufgeben müssen, weil er sich einen kleinen Muskeleinriss mit Knochenödem zugezogen hatte. "So wenig Tennis zu spielen wie möglich", lautet daher seine Devise für die erste Woche in Paris. Gegen Soeda klappte das schon einmal fast perfekt.

Kohlschreibers Davis-Cup-Kollege Mayer musste bei seinem Comeback dagegen einen weiteren Rückschlag hinnehmen. Gegen Bautista Agut zeigte der Bayreuther zwar phasenweise gutes Tennis, "insgesamt war das aber zu schwankend. Und dann reicht es gegen einen Spieler diesen Kalibers eben nicht", sagte Mayer nach dem Aus gegen die Nummer 20 der Welt.

Für den nach seiner mehr als einjährigen Pause um den Anschluss ringenden Franken kam erschwerend hinzu, dass er die komplette Woche krank im Bett gelegen hatte und erst am Samstag wieder ein paar Bälle auf dem Platz schlagen konnte. "Nach langen Ballwechseln fehlt einem da einfach die Puste", sagte Mayer. Verzagen will er dennoch nicht. "Ich denke, ich bin auf dem richtigen Weg. Ich darf mich nur nicht verrückt machen lassen."

Bei den Damen schied in Tatjana Maria die erste von insgesamt zehn qualifizierten deutschen Spielerinnen aus. Die 27-Jährige unterlag der Italienerin Camila Giorgi mit 5:7, 3:6.

Die beiden zuletzt angeschlagenen deutschen Hoffnungsträgerinnen Andrea Petkovic und Angelique Kerber machten derweil auch am Sonntag weitere Fortschritte. Petkovic trainierte mit der Kanadierin Eugenie Bouchard und ließ dabei keine größeren Schwierigkeiten am lädierten Oberschenkel mehr erkennen. Auch Kerber stand auf dem Platz, ihr Rücken dürfte am Montag gegen die Ungarin Timea Babos halten.

dpa


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